Krebs vermeiden oder bekämpfen mit natürlichen Mitteln

10. Juli 2008

Bitte lesen Sie die folgenden Ausführungen genau. Machen Sie sich bewusst in welcher Diskrepanz neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, zu den von schulmedizinischen Hardlinern vertretenen Meinungen stehen. Die Frage bleibt zu stellen, wie lange dauert es noch und wie viele Menschenleben muss es noch kosten bis die Medizin, aber auch die Gesetzgebung, neue, Erfolg versprechende Präventions- und Therapie Ansätze ermöglicht?

Als bei David Servan-Schreiber vor 15 Jahren ein Gehirntumor diagnostiziert wurde, schöpfte der ehrgeizige junge Hirnforscher zunächst alle Methoden der Schulmedizin aus, um wieder gesund zu werden. Erst nach einem Rückfall begann er sich zu fragen, was er selbst, was sein Lebensstil zur Heilung beitragen könnte und vertiefte sich ebenso gründlich in die neuesten Erkenntnisse der Forschung zu alternativen Behandlungsansätzen.

Was Ganzheitsmediziner schon seit Jahrzehnten postulieren hat auch Servan Schreiber bei seinen umfangreichen Untersuchungen heraus gefunden. Nicht unsere Gene sind für den Ausbruch der Krankheit entscheidend, sondern das Umfeld, das die Krebszellen in unserem Körper vorfinden. Inzwischen ist wissenschaftlich bewiesen, wie wir durch bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, durch Ernährung und eine Veränderung des Lebensstils die »natürlichen Killer« des Immunsystems gezielt und wirksam unterstützen können.

In einzigartiger Weise verbindet Servan-Schreiber persönliche Erfahrung und Forschungsreport, leicht verständliche medizinische Erklärungen und praktische Ratschläge zu einem »Anti-Krebsbuch« par excellence: unverzichtbar zur Vorbeugung wie Nachsorge, für Kranke wie Gesunde.

David Servan-Schreiber, Neurowissenschaftler und Psychiater, erhielt seine wissenschaftliche Ausbildung in Amerika, wo er bei dem Nobelpreisträger Herbert Simon promovierte. In Pittsburgh gründete er das »Center for Complementary Medizin«, das er bis heute leitet.

Leseprobe:
**************

Die Saat und der Nährboden

Professor T. Colin Campbell von der Cornell University ist Verfasser einer der größten Studien über die Verbindung von Krebs und Ernährungsgewohnheiten. Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, und vielleicht hat seine unmittelbare Erfahrung der Landwirtschaft ihm geholfen, denn er hat es besser als jemand sonst verstanden, den Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Krebs und der Ernährung darzustellen. Er vergleicht die drei Stadien des Tumorwachstums (Initiation, Promotion und Progression) mit dem Wachstum von Unkraut. Die Initiation ist der Augenblick, in dem ein Samenkorn in den Boden gelangt. Die Promotion ist die Phase, in der das Samenkorn eine Pflanze wird. Und die Progression ist die Phase, in der es zum Unkraut wird, unkontrolliert wächst, in die Blumenrabatten eindringt, die Gartenzwerge überwuchert, bis zum Bürgersteig. Eine Pflanze, die nicht wuchert, ist kein Unkraut.*

Die Initiation – das Vorhandensein eines potenziell gefährlichen Samenkorns – hängt weitgehend von unseren Genen und den Giftstoffen in unserer Umwelt ab (Strahlung, krebserzeugende Chemikalien usw.). Aber das Wachstum (die Promotion) hängt davon ab, dass die für sein Überleben unverzichtbaren Bedingungen vorhanden sind: ein geeigneter Boden, Wasser und Sonne.

In dem Buch, das Campbell über seine 35-jährigen Forschungen über die Rolle der Ernährung bei Krebs geschrieben hat, kommt er zu dem Schluss: „Das Wachstum ist reversibel, je nachdem, ob der frühe Mikrotumor die erforderlichen Bedingungen vorfindet oder nicht. Auf diesem Niveau spielt die Ernährung eine so wichtige Rolle. Bestimmte Faktoren (die ‚Förderer’) begünstigen das Krebswachstum. Andere (die ‚Anti-Förderer) hemmen es. Der Krebs gedeiht wenn mehr Förderer als Anti-Förderer vorhanden sind. Er wächst langsamer oder hört auf zu wachsen, wenn die Anti-Förderer überwiegen. Es ist ein Mechanismus wie bei einer Waage. Wir können gar nicht genug betonen, wie wichtig die Reversibilität ist.“³

Selbst wenn ernährungsmäßig die Bedingungen für maximales Wachstum vorliegen – und das ist bei der westlichen Ernährungsweise der Fall –, schätzt man, dass weniger als eine Krebszelle von 10.000 es schafft, zu einem Tumor zu werden, der invasiv wachsen kann. Wenn man nun auf den Boden einwirkt, auf den diese Samenkörner für Krebs fallen, ist es möglich, ihre Entwicklungschancen erheblich zu reduzieren. Wahrscheinlich passiert genau das bei Asiaten, die genauso viele Mikrotumoren im Körper tragen wie die Menschen im Westen, bei denen diese aber seltener zu aggressiv wachsenden Krebstumoren werden. Wie im Biogarten können wir lernen, das Unkraut im Zaum zu halten, indem wir die Bodenbeschaffenheit kontrollieren: reduzieren, was es nährt – die „Förderer“ –, und reichlich die Nährstoffe geben, die es am Wachsen hindern – die „Anti-Förderer“.

Genau dies hat schon der große englische Chirurg Stephen Paget verstanden, der 1889 in Lancet einen aufsehenerregenden Artikel veröffentlichte, der noch 120 Jahre später als wegweisend gilt. Seiner Hypothese hat er einen Namen gegeben, der einer Fabel von Äsop entstammen könnte: „Die Saat und der Boden“.

Ein Jahrhundert später wiesen Forscher vom Cancer Research Center der Universität San Francisco in der englischen Zeitschrift Nature die Gültigkeit der Hypothese nach, auch für besonders aggressive Krebszellen. Wenn in der Umwelt des Tumors die für sein Wachstum erforderlichen Entzündungsfaktoren fehlen, kann er sich nicht ausbreiten.7 Allerdings werden die Entzündungsfaktoren – der Dünger für Krebs – direkt durch unsere Ernährung geliefert: raffinierte Zucker, die das entzündungsfördernde Insulin und IGF ansteigen lassen, zu wenig Omega-3- und zu viel Omega-6-Fettsäuren, die sich in Entzündungsmoleküle verwandeln, Wachstumshormone im Fleisch und in nicht biologischen Milchprodukten, die ebenfalls die IGF-Produktion stimulieren. Umgekehrt liefert die Nahrung auch „Anti-Förderer“: alle sekundären Pflanzeninhaltsstoffe bestimmter Gemüse und Obstsorten, die den Entzündungsmechanismen direkt entgegenwirken.

Wenn Richard Béliveau heute die westlichen Ernährungsgewohnheiten im Licht dieser Erkenntnisse betrachtet, ist er fassungslos: „Nach allem, was ich im Lauf meiner jahrelangen Forschungen gelernt habe, würde ich heute auf die Frage, ob ich mir eine Ernährungsweise ausdenken könnte, die die Krebsentwicklung maximal begünstigt, antworten, dass mir nichts Besseres einfiele als unsere gegenwärtige Ernährung!“

*Genau das gilt auch für Tumoren. Leberflecke beispielsweise sind Tumoren. Sie können auftauchen, wachsen oder verschwinden, aber sie verhalten sich zivilisiert. Sie dringen nicht weiter als ein paar Millimeter in benachbartes Gewebe vor, und sie breiten sich nie in andere Organe oder Regionen des Körpers aus. Sie sind kein „Unkraut“, und haben sogar einen ästhetischen Wert, genau wie Blumen.

Das Anti-Krebs-Buch von Servan Schreiber - (c) Kunstmann Verlag 360S. Hardcover

Fermentation erhöht Bioverfügbarkeit von Vitalstoffen

8. Juli 2008

Granatapfel ist zur Zeit die Gesundheitsfrucht mit der größten Studienevidenz. Jedoch scheint nicht jeder Mensch gleichermaßen von dieser Wirkung zu profitieren. In der bisher einzigen und aufsehenserregenden Studie mit Prostatakrebspatienten hat sich herausgestellt, dass 83% der Studienteilnehmer auf Granatapfelsaft ansprachen und sich durchschnittlich die PSA-Verdoppelungszeit von 15 auf 54 Monate verlängerte. Unter diesen „Respondern“ gab jedoch es sehr deutliche Unterschiede in der Ausprägung dieser Wirkung, was sich an der großen Schwankungsbreite von 54 +/-102 Monaten zeigt (Pantuck et al, 2006).

Diese hohe Schwankungsbreite lässt sich nicht allein durch die unterschiedliche Beschaffenheit des Tumors erklären, sondern ist auch auf individuelle Unterschiede in der Bioverfügbarkeit der Granatapfelpolyphenole zurückzuführen. Durch eine Steigerung der Bioverfügbarkeit z. B. durch Fermentation ließen sich vermutlich deutlich bessere Resultate bei Menschen erreichen, die Granatapfelpolyphenole mäßig oder gar nicht ins Blut aufnehmen können.

Im Granatapfel, wie in anderen Pflanzen, liegen die Flavonoide überwiegend in Zuckerbindung vor. Um resorbiert zu werden und ihre Wirkung zu entfalten, müssen diese Zuckerbindungen gespalten und die „zuckerfreien“ Polyphenole, welche vom Organismus leichter resorbiert werden, freigesetzt werden. Dies leistet im Wesentlichen die Dickdarmflora, teilweise werden die Glykoside auch bereits im Dünndarm durch ein spezielles Hydrolyse-Enzym gespalten. Jedoch 5% der Europäer und 90% der Afrikaner und Asiaten haben ein Mangel an diesem Enzym (Scalbert, Williamson, 2000).

Die mengenmäßig im Granatapfel besonders wichtigen Ellagtannine (hochmolekulare Ellagsäurepolymere) müssen erst enzymatisch in kleinere Moleküle wie Ellagsäure zerlegt werden. Dies findet größtenteils im Dickdarm durch die Stoffwechselenzyme der Darmbakterien statt. Ellagsäure ist schwer resorbierbar, so dass nur geringe Blutspiegel erreicht werden (Seeram et al., 2006).Daher muss sie von der Dickdarmflora erst weiter zu den so genannten Urolithinen umgebaut werden. Diese Verbindungen sind viel leichter resorbierbarer und an der krebshemmenden Wirkung des Granatapfels beteiligt, wie Untersuchungen an Brustkrebs- und Prostatakarzinomzellen gezeigt haben. (Seeram et al.,2007)

Insbesondere die antiöstrogene Wirkung von Urolithinen könnte bei Brust- und Prostatakrebs interssant sein (Larrosa et al., 2006).

Ob und in welchem Ausmaß die Urolithine nach dem Genuss von Granatapfelsaft entstehen, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. So zeigte sich in Bioverfügbarkeitsstudien mit Granatapfelpolyphenolen, dass die Serumkonzentrationen der Wirkstoffe bei verschiedenen Personen sehr stark schwankten (von 0 bis 18 mikroMol/l) und bei zwei der sechs Probanden nicht im Blut auftauchten. Dieses Phänomen wurde in erster Linie auf die individuelle Zusammensetzung der Dickdarmflora zurückgeführt (Cerdá et al., 2004; Cerdá et al., 2005).

Diese Ellagsäuremetaboliten sind aber wohl nicht alleine für die Wirkung verantwortlich, vielmehr beruht die Gesamtwirkung des Granatapfels auf der Synergie aller Granatapfelinhaltsstoffen (z.B. Gallussäure und Flavonoide wie Quercetin, Luteolin, Kaempferol).

Die Granatapfelpolyphenole unterliegen jedenfalls einem komplexen Metabolismus, der aus vielen, ineinandergreifenden Reaktionen besteht. Die individuelle Enzymausstattung sowie die Stoffwechselaktivität der Dickdarmflora, die je nach Beschaffenheit des Darmmilieus starke individuelle Unterschiede aufweist, haben also einen direkten und entscheidenden Einfluss auf die biologische Wirkung des Granatapfels.

Fermentation verbessert Bioverfügbarkeit und Bioaktivität
Seit Jahrtausenden werden Fermentationsprozesse genutzt, um Lebensmittel verträglicher, haltbarer und genießbarer zu machen. Nebenbei treten außergewöhnliche gesundheitsförderliche Wirkungen auf. Das Französische Paradox ist der Begriff für die Beobachtung, dass Franzosen trotz oder wegen ihres regelmäßigen Genusses von Wein (=fermentierter Traubensaft) etwa drei Jahre länger leben als z. B. Deutsche oder Amerikaner und wenig Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. In Japan wird Soja, das bei japanischen Frauen und Männern für ein deutlich niedrigeres Brust- und Prostatakrebsrisiko als hierzulande mitverantwortlich sein soll, vor allem in fermentierter Form verzehrt (Miso). Der Sauerteig (Hefe und Milchsäurebakterien) im deutschen Brot macht das Getreide verdaulicher.

Je schwächer das Verdauungssystem, die enzymatische Ausstattung und das Darmmikrobiom ist, desto wichtiger ist die Vorfermentation von Lebensmitteln, weil dadurch ex vivo die Pflanzenstoffe aufgeschlossen und bioverfügbarer gemacht werden. Denn letztlich zählt nicht, was man isst, sondern, was auch tatsächlich aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden kann.

Probiotische Mikroorganismen können die fehlende Stoffwechselleistung zum Teil ersetzten, indem sie die enzymatische Umwandlung der schwer resorbierbaren Granatapfel-Polyphenole zu bioverfügbaren und bioaktiven Substanzen bewirken. Diese Mikroorganismen produzieren zudem bei der Fermentation neue Wirkstoffe, Enzyme, Vitamine, organische Säuren sowie Aromastoffe. Probiotische Mikroorganismen haben selbst sowohl in lebender als auch in inaktivierter Form eine immunmodulierende Wirkung.

Dass fermentierte Granatapfelpolyphenole tatsächlich besonders wirkungsvoll sind, konnte in einer Reihe von Studien gezeigt werden: In Brustkrebszelllinien zeigten fermentierte Granatapfelsaftpolyphenole die doppelte Wirksamkeit wie frischer Granatapfelsaft bezüglich der Wachstumshemmung. Darüber hinaus hemmt fermentierter Granatapfelsaft die beiden Schlüsselenzyme Aromatase und 17-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase und blockiert so die Östrogensynthese im Fettgewebe (Kim et al., 2002).

Bei Prostatakarzinomzellen (Kim et al., 2002, Albrecht et al., 2004; Lansky et al., 2005-I und II) wurde gezeigt, dass fermentierter Granatapfelsaft in seiner Wirkung auf die Hemmung der Tumorzellinvasion dem nicht-fermentiertem Granatapfelsaft überlegen war. In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass Leukämiezellen durch fermentierten – nicht aber durch unfermentierten Granatapfelsaft in die Redifferenzierung oder Apoptose gebracht wurden (Kawai et al, 2004).

Auch die Neubildung von Tumorgefäßen konnte durch fermentierte Granatapfelsaftpolyphenole in vivo effektiv verhindert werden (Toi et al., 2003).

Gefriertrocknung erhält die Bioaktivität der frischen Polyphenole
Fermentierte Granatapfelzubereitungen sind also nachweislich wirksamer als unfermentierte bzw. sind bei Personen mit Darmdysbiose oder mangelhafter Enzymausstattung überhaupt erst wirksam. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch die Fermentation werden auch die freien Zucker des Granatapfelmarks abgebaut, wodurch der Zuckergehalt extrem absinkt.

Allerdings sind die flüssigen fermentierten Granatapfelpolyphenole sind nicht gut haltbbar. Zur Haltbarmachung müssen sie getrocknet werden. Hitzetrocknungen führen aber zu einer Oxidation und Polymerisation der Polyphenole zu schwer resorbierbaren Substanzen, deren gesundheitsfördernde Wirkung fraglich ist. Nur die Gefriertrocknung erhält die Pflanzenstoffe, da es ein besonders schonendes Verfahren darstellt: Unter vermindertem Druck wird bei tiefer Temperatur das Wasser entfernt. Dabei entsteht ein Pulver mit einer großen Oberfläche, das schnell löslich ist. Dies ist für den Resorptionsvorgang eine große Hilfe, denn nur die Substanzen, die in den Verdauungssäften auch in gelöster Form vorliegen, werden metabolisiert bzw. resorbiert.

Da die reinen fermentierten Granatapfelsaftpolyphenole durch die Fermentation des Zuckers nur noch bitter und säuerlich schmecken, sind sie nur in einer Kapsel genießbar. Eine solche Kapsel mit fermentierten, gefriergetrockneten Granatapfelmuttersaft ist jetzt erhältlich. Zusätzlich enthält sie Selen und die ganze Vitamin-E-Familie mit natürlichem alpha-, beta-, gamma- und delta-Tocopherol. Beide Stoffe sind in der Prävention von Herz-Kreislauf- und Prostatakrebserkrankungen besonders wichtig. Das ebenso enthaltene Vitamin D, das bislang vor allem als wichtig für die Gesunderhaltung der Knochen galt, hat sich in den letzten Jahren als überaus wirkungsvolles Vitamin in der Prävention von Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes Mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erwiesen.

Sind Mammographien sinnvoll?

15. November 2007

Etwa 185.000 Frauen erhalten in den USA jedes Jahr die Diagnose, Brustkrebs’; in Großbritannien sind es 28.000 Frauen. Schon Frauen in den Zwanzigern werden ermutigt, regelmäßig eine Mammographie zu machen, um das Brustkrebsrisiko zu senken. Hat das dazu geführt, dass die Brustkrebsrate zurückgegangen wäre?
Mitnichten. Ganz im Gegenteil ist infolge der Mammographien, also der so genannten
„Früherkennung“ ein dramatischer Anstieg von Brustkrebs- Behandlungen zu verzeichnen. Von Behandlungen, nicht von Brustkrebs, wohlgemerkt! Der Grund dafür liegt darin, dass die Mammographien oft eine Vorstufe von Krebs entdecken („Ductal carcinoma in situ“, DCIS). Ergibt die Mammographie die Diagnose DCIS, so wird in der Regel der entdeckte Knoten operativ aus der Brust entfernt und die Brust danach bestrahlt. Manchmal wird auch die ganze Brust amputiert und die Patientin noch mit Chemotherapie nachbehandelt. Doch 80 Prozent aller DCIS-Krebse breiten sich niemals weiter aus, selbst wenn sie überhaupt nicht behandelt werden! Zudem ist die Rate der falsch-positiven Krebstests beträchtlich. Im Journal of the National Cancer Institute war im Jahr 2000 der Satz zu lesen:

„Wenn mehr Frauen wüssten, wie normal falsch- positive Resultate sind, dann gäbe es
weniger Angst und Stress während sie darauf warten, sich weiteren diagnostischen Tests zu unterziehen, die manchmal viele Wochen in Anspruch nehmen.“ Natürlich, bemerkt Phillip Day, dürfe man mit einer Brustabnormalität nicht leichtsinnig umgehen. Doch wären sich die Frauen der hohen Rate der falsch- positiven Diagnosen aufgrund von Mammographien bewusst und verfügten darüber hinaus über qualifizierte Informationen, weshalb Brustknoten nicht unbedingt gefährlich sein müssen und keiner sofortigen Entfernung bedürfen, dann könnte viel von der Panikmache und den überstürzten, oft unnötigen Eingriffen vermieden werden.
Irwin D. Bross, PhD-Forscher und ehemaliger Direktor der Bio-Statistiken im Roswell Park Memorial Institute im amerikanischen Buffalo (NY) hat über lange Zeit die Natur und Entwicklung von Brustkrebs studiert. Er schreibt in seinem Report How to stop worrying about breast cancer, the one scientific fact you need to know (Wie man die Angst vor Brustkrebs verliert, die eine wissenschaftliche Tatsache, die Sie wissen sollten):
„Was die meisten Frauen haben, ist ein Tumor, welcher unter einem schwachen Mikroskop für den Pathologen aussieht wie ein Krebstumor. Die Chancen bestehen jedoch, dass diesem Tumor die Fähigkeit abgeht, Metastasen zu bilden- sich also im Körper zu verbreiten welches ein Kennzeichen einer echten Krebserkrankung ist.
(…) Mehr als die Hälfte der Patienten, bei denen früher Brustkrebs diagnostiziert wurde, hatten Tumore, welche nur über eine geringe Fähigkeit zu metastasieren verfügten - sie waren eher leichte Läsionen/Verletzungen als Krebs- Diese Entdeckung war im medizinischen Sektor äußerst unpopulär. Die Ärzte konnten sich niemals dazu
durchringen, diese wissenschaftliche Wahrheit zuzugeben, weil die Standardbehandlung in jenen Tagen die völlige Entfernung der Brust war. Wäre die Wahrheit zugegeben worden, hätte man Gerichtsfälle aufgrund von Falschbehandlungen jener Frauen riskiert, die eine Brust wegen der unkorrekten medizinischen Diagnose verloren hatten.
Die wütenden Ärzte des National Cancer Institute (NCI, Nationales Krebsinstitut) bestraften uns für unsere Entdeckung. Sie nahmen uns ein hocherfolgreiches Brustkrebs - Forschungsprogramm weg, sie verhinderten, dass unsere mathematischen Recherchen weiterhin finanziell unterstützt wurden und sie erreichten, dass unsere Entdeckung unterdrückt wurde und nicht publiziert werden konnte.“ Dr. Bross weiter: „Das Journal of the American Medical Association berichtete immerhin von einer Schwedischen Studie, deren Resultate erstaunlich hohe Überlebensraten bei unbehandelten frühen Prostata- Krebsen zeigten. Die Studie ergab, dass sieben von acht Tumoren keine Krebse waren und sich auch nicht in Krebs verwandelten. „Es gibt keinen Grund, weshalb Frauen in Panik verfallen sollten, wenn sie das Wort Krebs hören“, betont Bross. „Panik macht aus ihnen leichte Opfer.“

„Mammographie ist ein Schwindel.“ Solch starke Worte gebraucht Dr. John Mc-Dougall, der eine gründliche Sichtung der relevanten Literatur über Mammographien vorgenommen hat. Er weist darauf hin, dass auch sie ein Milliardengeschäft sind, und die betroffenen Firmen (u.a. Siemens, DuPont, Genera! Electric, Eastman Kodak und Piker) Unsummen für PR-Arbeit ausgeben, die den Frauen vorgaukelt, Mammographien bedeuteten den sicheren Schutz vor dem Verlust ihrer Brüste.

Er schreibt, dass in der Ausgabe des renommierten britischen Medizinjournals The Lancet vom 8. Januar 2000 ein Artikel zu lesen war, wonach Mammographien nicht zu rechtfertigen seien. Von den acht Studien, die diesbezüglich gemacht worden sind, hätten sechs gezeigt, dass Mammographie nicht funktioniere! Schon 1928 hatte man Ärzte gewarnt, Brüste, in denen man Krebs vermutete, äußerst vorsichtig zu behandeln, da man sonst ungewollt kleine Blutgefäße verletzen und so die krebsigen Zellen in andere Teile des Körpers schleusen könnte. Mammographie drückt die Brust aber beträchtlich zusammen. Dr. Tim O’Shea warnt, dass durch die kompressive Kraft einer Routine-Mammographie ein ansonsten harmloser Brustkrebs aktiviert werden könnte! Ein Thema, von dem die Mammographie- „Konsumentin“ kaum jemals hört, ist die Strahlenbelastung dieser Behandlung. „Mammographie bedeutet ein signifikantes und kumulatives Brustkrebsrisiko für Frauen vor der Menopause. Die Routine-Praxis, pro Jahr vier Aufnahmen von jeder Brust zu machen, resultiert in ungefähr einem rad (radiation absorbed dose) Strahlung - das ist um die tausendmal stärker als von einem Bruströntgenbild. Die Brust ist vor der Menopause in Bezug auf Strahlung hoch sensitiv, mit einem um zehn Prozent erhöhten Risiko für jede Brust während einem Jahrzehnt Mammographie“, schreibt Dr. Joseph Mercola.

Mercola betont, dass eine monatliche Selbstuntersuchung der Brust, begleitet von einer jährlichen klinischen Brustuntersuchung mindestens ebenso wirkungsvoll im Aufspüren eines potentiellen Knotens ist wie die Mammographie, jedoch keine Risiken berge. Obwohl Mammographie in Schweden seit 1985 empfohlen wurde, zeigen die dortigen Statistiken keine Verringerung der Todesrate durch Brustkrebs.

Dr. Tim O’Shea gibt uns eine Information, die sehr erstaunlich ist, bedenkt man, mit wieviel Engagement auch heute noch für regelmäßige Mammographien geworben wird: „Dies ist ein Thema, wo die Grenze zwischen der Werbung und den wissenschaftlichen Beweisen sehr verwischt worden ist. Bereits im Jahre 1976 beendeten die Amerikanische Krebs Gesellschaft (American Cancer Society ) und ihr Pendant unter den Behörden, das Nationale Krebsinstitut (National Cancer Institute) den routinemäßigen Einsatz von Mammographie für Frauen unter 50 Jahren, weil sie schädliche (karzinogene) Auswirkungen hatten. Wie ernst Mammographie-Werbung zu nehmen ist, zeigt das folgende Beispiel: Eine Anzeige der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society) zeigte zwei Frauen in den Zwanzigern und versprach, dass man mit Mammographie Knoten in „fast hundert Prozent der Fälle“ früh entdecke.
Von der Journalistin Kate Dempsey auf den Wahrheitsgehalt der Anzeige angesprochen, meinte ein Kommunikationsleiter der ACS: „Die Anzeige basiert nicht auf einer Studie. Wenn man eine Werbung macht, sagt man, was man kann, nur damit die Frauen zu einem kommen. Man übertreibt in gewissen Punkten…
Mammographie ist heute ein lukratives und von einem starken Konkurrenzkampf geprägtes Geschäft.“

Quelle “Zeiten Schrift” Ausgabe Nr. 37/1. Quartal 2003

Chemotherapie eine kritische Betrachtung

15. November 2007

Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome. Die nachfolgende Einschätzung entstammt der Erkenntnis eines erfahrenen Praktikers und Wissenschaftlers, Prof. Dr. Ulrich Abel. Nach der jahrelangen epidemiologischen Auswertung einer Vielzahl, verschiedener, fortgeschrittenen Krebserkrankungen hat er in seinem Titel “Die Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome eine kritische Bestandsaufnahme” die folgenden Erkenntnisse gewonnen und publiziert.

1. Mindestens 80% der Krebstoten in den westlichen Industriestaaten versterben an (fortgeschrittenen) epithelialen Malignomen. Es gibt, abgesehen vom Bronchialkarzinom (vor allem dem kleinzelligen), keine direkte Evidenz dafür, daß eine alleinige systemische Chemotherapie bei diesen Patienten das Überleben verlängert. Die verfügbare indirekte Evidenz spricht mit Ausnahme des Ovarialkarzinoms insgesamt eher gegen eine solche Wirkung. In der Behandlung des Bronchial- und Ovarialkarzinoms ist die zu erwartende Lebensverlängerung im günstigsten Falle bescheiden, und ein weniger aggressives Vorgehen scheint mindestens ebenso wirksam zu sein wie das heute übliche.
Diese Bilanz steht teilweise im Widerspruch zu den publizierten Einschätzungen der Chemotherapie, die nicht selten ein überoptimistisches Bild von den Wirkungen der Therapie zeichnen. Grundlage des unberechtigten positiven Urteils über die Therapie sind mannigfaltige Fehlinterpretationen von Studienergebnissen. Möglicherweise profitieren gewisse Patientenuntergruppen von der Therapie, doch gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse, um diese Gruppen präzise zu definieren.

Für einige Tumorlokalisationen existieren Hinweise darauf, daß im Falle einer lokal fortgeschrittenen Erkrankung die Kombination von Chemo- und Strahlentherapie der alleinigen Strahlentherapie überlegen ist. Jedoch ist die bisher verfügbare Evidenz keinesfalls als schlüssig zu bezeichnen, und auch der Nutzen dieser recht nebenwirkungsreichen Kombination ist allenfalls gering.

2. In der überwältigenden Mehrzahl der Publikationen wird die Wirkung von Chemotherapie mit Response gleichgesetzt, ohne Ansehen der Wirkung auf die Überlebenszeit. Viele Onkologen halten es für selbstverständlich, daß Response auf Therapie das Überleben verlängert, eine Auffassung, die auf einem Fehlschluß beruht und durch kontrollierte Studien nicht gestützt wird.
Bis heute ist unklar, ob die behandelten Patienten in ihrer Gesundheit hinsichtlich der Lebensqualität von der Chemotherapie profitieren.

3. Insgesamt gibt es mit wenigen Ausnahmen bislang keine gute wissenschaftliche Grundlage für die Applikation von Chemotherapie bei beschwerdefreien Patienten mit fortgeschrittenen epithelialen Malignomen. Obwohl dies auch die Einschätzung mancher international bekannter Onkologen ist, tragen die laufenden Studien diesem Faktum nicht Rechnung. Dringend gebotene Studienformen, wie z. B. deeskalierende Dosis-Wirkungs-Studien oder Vergleiche sofortiger mit verzögerter Chemotherapie, fehlen für fast alle Krebsformen.

Anscheinend befindet sich die klinische Onkologie in einer erkenntnistheoretischen Sackgasse, aus der ein Ausweg nur noch schwer möglich ist Der Glaube an eine lebensverlängernde Wirkung der Therapie ist eine wesentliche Grundlage nicht nur für die Krebstherapie, sondern auch für die üblichen Nachsorgeprogramme.

Die Arbeit enthält eine umfassende Analyse der klinischen Studien, Publikationen sowie persönlicher, als Anworten auf ein Rundschreiben eingegangener Äußerungen klinischer Onkologen zur Frage, ob die zytostatische Chemotherapie bei fortgeschrittenen epithelialen Tumoren die Überlebenszeit verlängert oder zumindest die Lebensqualität der Patienten verbessert. Diese Frage ist von ethischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Leider ist der Titel aktuell nirgends zu beziehen.

War Abel ein Außenseiter? Keineswegs. 1998 konnte man in „The Ecologist“ einen Artikel von Walter Last lesen, in welchem er schrieb: „Nachdem er jahrzehntelang Auswertungen von Statistiken zum Thema Überlebenschancen von Krebspatienten analysiert hatte, kam Dr. Hardin Jones, Professor an der Universität von Kalifornien 1975 zu dem Schluss, dass „es den Patienten genauso gut, wenn nicht sogar besser gehen wird, wenn sie sich nicht behandeln lassen.“ Diese beunruhigende Feststellung ist bis zum heutigen Tag nicht widerlegt worden. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen: drei von anderen Forschern durchgeführte Studien haben seine Theorie bestätigt.

Hier seien noch zwei weitere Zeugnisse erwähnt: Dr. Alan C. Nixon, ehemaliger Präsident der American Chemical Society, erklärte, dass „… es für mich als Chemiker, der dahingehend ausgebildet worden ist, Daten zu interpretieren, unbegreiflich ist, wie Ärzte die eindeutige Tatsache ignorieren können, dass Chemotherapie weitaus mehr Schaden anrichtet, als dass sie von Nutzen ist.“ Und Dr. Ralph Moss, stellvertretender Direktor für Öffentlichkeitsarbeit am Memorial Sloan Kettering Hospital in Manhattan, dem wahrscheinlich bekanntesten Forschungsinstitut der Vereinigten Staaten, erklärte: „Es gibt letztendlich keine Beweise dafür, dass Chemotherapie die Lebensspanne in der
überwiegenden Mehrheit der Fälle tatsächlich verlängert, und genau das ist die GROSSE LÜGE, die um das Thema Chemotherapie gesponnen wird: Dass nämlich irgendwo ein direkter Zusammenhang bestehen soll zwischen dem Rückgang eines Tumors und der Verlängerung der Lebensspanne eines Patienten.“

Neue Beweise - Vitamin C gegen Krebs!

2. November 2007

Führende Ärzte und Wissenschaftler der renommierten John Hopkins Universität in den USA stellten jüngst im Rahmen einer Studie fest, dass Vitamin C in der Lage ist, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Die von den National Institutes of Health (NIH) - der bedeutendsten wissenschaftlichen Institution der USA - geförderte Untersuchung wurde im September 2007 ausführlich im Fachmagazin “Cancer Cell” vorgestellt.

Das Forschungsteam um Dr. Chi Dang, Professor für Medizin und Onkologie erkennt in den Ergebnissen ihrer Studie mit Mäusen einen wichtigen Meilenstein in der künftigen Bekämpfung der Volkskrankheit Krebs: “Die möglichen krebshemmenden Eigenschaften von Antioxidantien sind der treibende Faktor für viele klinische und vorklinische Studien gewesen. Die Entdeckung des Wirkmechanismus der Antioxidantien versetzt uns noch besser in die Lage, ihren therapeutischen Nutzen maximal auszuschöpfen”, so Dang.

Überraschender Wirkmechanismus der Antioxidantien

Professor Dang und seine Kollegen zeigten sich überrascht von ihrer Beobachtung, dass Vitamin C das Wachstum der Krebszellen hemmen kann, diese Wirkung jedoch ihrer Erwartung bezüglich des zugrunde liegenden Wirkmechanismus widersprach. So sei man bisher davon ausgegangen, dass sich die krebshemmenden Eigenschaften der Antioxidantien auf ihre Fähigkeit zur Abwehr freier Radikale zurückführen lassen, wodurch eine Schädigung der DNS - eben hervorgerufen durch diese freien Radikale - vermieden werde. Allerdings konnten die Wissenschaftler bei krebskranken Mäusen, die nicht mit Vitamin C gefüttert wurden, keine zusätzlichen DNS-Schäden feststellen. “Es liegt klar auf der Hand: Wenn der Krebserkrankung keine DNS-Schäden zugrunde lagen, stand auch die krebshemmende Wirkung in keinem Zusammenhang zu einer etwaigen DNS-Schädigung”, fasst der Mitverfasser Dr. Ping Gao die Studie zusammen.

Die verantwortlichen Wissenschaftler vermuten, dass der Schlüssel zum Verständnis ihrer Beobachtung im Auftreten eines bestimmten Proteins liegt, des sogenannten HIF-1-Proteins. Freie Radikale attackieren demzufolge nicht die DNS, sondern aktivieren das HIF-1-Protein. “HIF-1 hilft einer unter Sauerstoffmangel leidenden Zelle, Zucker ohne Sauerstoffzufuhr zu Energie umzuwandeln. Darüber hinaus fördert es das Wachstum neuer Blutgefäße, um das erstickende Gewebe künftig wieder mit mehr Sauerstoff versorgen zu können”, erklärt Krebsforscher Chi Dang.

Damit wird der Zusammenhang klar: Die wachsenden Krebszellen verbrauchen viel Energie und senken den Sauerstoffgehalt des umliegenden Gewebes. Freie Radikale sorgen für eine gesteigerte Aktivität des HIF-1-Proteins, was den Krebszellen wiederum ermöglicht, Energie im sauerstoffarmen Umfeld zu gewinnen.

Vitamin C und andere Antioxidantien stoppen diesen Mechanismus, indem sie die freien Radikale entschärfen, bevor diese HIF-1 aktivieren können.

Die anfängliche Kritik mancher Wissenschaftler bezüglich der Arbeit dieser Vorreiter auf dem Gebiet der Naturheilkunde wurde in den folgenden Jahren zusehends widerlegt. So sorgte schon im Vorfeld der hier vorgestellten Studie u.a auch eine Untersuchung der National Institutes of Health (NIH) im Jahre
2005 weltweit für Furore: Die Forscher der NIH stellten fest, dass hoch dosiertes Vitamin C Krebszellen gezielt abtöten kann. Im selben Monat wie die spektakuläre Vitamin-C-Studie der NIH erregte eine weitere Untersuchung zum Thema Krebs die Aufmerksamkeit der internationalen Presse: Wissenschaftler der Universität Wisconsin in den USA wiesen darin nach, dass sich das Wachstum von Prostata-Krebs durch die Einnahme von Polyphenolen des Granatapfelextrakts hemmen lässt.

Ein an Antioxidantien reiche Ernährung und Nahrungsergänzung ist deshalb oberstes Gebot für jeden Krebspatienten.

Verschiedene Ernährungsrichtlinien bei Krebs

31. Oktober 2007

Schon vor Jahren haben Wissenschaftler entdeckt, dass in Nahrungsmitteln viele Stoffe enthalten sind, die die Gesundheit fördern und vor Krebs schützen oder dabei helfen, Krebs zu heilen. Wer an Krebs erkrankt und sich mit dem Thema Ernährung beschäftigt interessiert sich für das Thema „Krebsdiäten“. Gemeint sind damit Ernährungsformen, die Krebs heilen oder günstig beeinflussen sollen.
Wie bei diesem Thema nicht anders zu erwarten, gehen die Meinungen darüber weit auseinander, was solche Diäten bringen. Weniges ist wissenschaftlich überprüfbar und gesichert und eines lässt sich vorwegnehmen: Wunderdiäten gegen Krebs die in jedem Fall und reproduzierbar wirken gibt es nicht. Andererseits gibt es aber Krebspatienten, die durch eine Umstellung ihrer Ernährung nachweislich erstaunliche Heilerfolge erzielt haben. Es gilt wie so oft „Wer heilt, hat Recht“. Wichtig ist, dass man sich mit der gewählten Ernährung wohlfühlt und sie gut verträgt.
Nach vielfältigen Beobachtungen und Erfahrungen von Naturheilkundlichen Praktikern scheint es unter Präventions- und auch Therapie-Gesichtspunkten wichtiger zu sein dass die Nahrung bestimmte, günstige Vitalstoffe enthält, als dass sie sich dogmatisch an einem bestimmten Ernährungsprinzip orientiert.
Im folgenden sollen trotzdem einige der wichtigsten Kostformen kurz vorgestellt werden.

Vegetarische Vollwertkost: Gemüse, Salate, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte möglichst aus biologischem Anbau, wenig tierische Fette, Milchprodukte, Käse – frisch zubereitet, schonend gegart oder roh gegessen, verteilt auf 3–5 Mahlzeiten pro Tag. Pioniere dieser Kostform sind Kollath, Zabel, Bircher-Benner, Bruker. Diese Kost entspricht den allgemeinen Ernährungsempfehlungen. Sie dient sowohl zur Vorbeugung von praktisch allen chronischen Krankheiten und erhebt nicht den Anspruch, Krebs zu heilen. Aus empirischen Beobachtungen geht hervor dass der Vegetarismus zwar insgesamt für den Menschen gesünder zu sein scheint, jedoch nicht verlässlich vor Krebs schützt.

Vollwertkost nach Schnitzer: Der Schwerpunkt liegt auf einer Ernährungsumstellung auf eine Getreidereiche Kost. Das Getreide wird vor der Zubereitung frisch gemahlen. Durch eine an Schnitzer orientierte Kost kann die Darmtätigkeit und der Stoffwechsel insgesamt günstig beeinflusst werden. Durch den Verzicht auf Fertignahrung werden viele als nachteilig erkannten Nahrungsbestandteile vermieden was bei einem Kranken sicher nur von Vorteil ist.

Makrobiotische Kost nach Kushi-Ohsawa: Sie geht auf den japanischen Philosophen Oshawa zurück. Seine Ernährungsempfehlungen sind Bestandteil eines ganzen Lebensstils und eingebettet in eine asiatische Religion, die ihre Wurzeln im Buddhismus hat. Er vertrat die Auffassung, dass alle Krankheiten durch makrobiotische Ernährung verhindert werden können. Kushi setzte die Verbreitung von Ohsawas Lehren fort. Er gilt als Vertreter einer gemäßigten Makrobiotik und steht für eine krebsvorbeugende Diät. Die Makrobiotik ist eine vegane Kost, bei der also auf sämtliche Produkte vom Tier verzichtet wird. Verzehrt werden Gemüse, Obst, Getreide, Pilze, Algen und besondere Zubereitungen wie Miso (milchsauer vergorenes Getreide). Es gibt Patienten, die mit dieser Kostform sehr gute Heilerfolge erzielen und berichten, dass sie – so ernährt – viel mehr Kraft und Energie zur Verfügung hatten als bei einer Mischkost. Allerdings gehört zu einer makrobiotischen Ernährung ein gehöriges Maß an Selbstdisziplin. Ernährungswissenschaftler kritisieren, dass diese Ernährung zu
wenig Eiweiß, Eisen, Calcium und Spurenelemente enthält und warnen vor Mangelerscheinungen. Reale Probleme durch diese Ernährungsweise, wie von Ernährungswissenschaftlern befürchtet, sind jedoch eher hypothetischer Natur und basieren mehr auf Befürchtungen als auf tatsächlichen Fallbeispielen.

Fast vergessen Milchsäurekost nach Kuhl: Auf den Tisch kommen Obst, Gemüse und Getreide, fermentierte Milchprodukte (keine süsse Milch), kein Fleisch, kein Zucker oder Weismehlprodukte. Entscheiden ist der hohe Anteil an milchsauer fermentierten (vergorenen) Narungsmitteln, vornehmlich pflanzlichen Ursprungs. Die Kuhl´sche Kost ist fettarm, verbietet Zucker, Honig und alle gesüßten Lebensmittel sowie Produkte aus weißem Mehl. Sie soll die Zellatmung ankurbeln und Gärungen in der Zelle zurückführen, was von Kuhl als das krank machende Moment bei Krebs gesehen wird. Die Wirkung der Kuhlschen Kostform gegen Krebs wird bis heute als ungeklärt betrachtet. Gleichwohl hat Kuhl über 20 Jahre mit hunderten von Krebspatienten im Sinne seiner Empfehlungen gearbeitet und hat eine Fülle überzeugender Fallbeispiele vorgelegt. Einige davon, sowie seine Ernährungsempfehlungen ,sind in seinen nur noch gebraucht erhältlichen Büchern dargestellt. Mit den Erkenntnissen von Dr. Johannes Kuhl sollte sich jeder Krebskranke auseinandersetzen, egal welchen therapeutischen Weg er gehen möchte. Wer sich intensiv mit den Kuhlschen Beobachtungen und Beweisführungen auseinander gesetzt hat der muss erkennen dass an der “Sache” was nützliches dran ist. Das lächerlich machen von Johannes Kuhl´s Erkenntnissen durch die Schulmedizin missachtet vollständig seine vielfältigen Therapieerfolge und diskreditiert wertvolles Erfahrungswissen das vielen Betroffenen weiter helfen könnte.

Zabel-Diät: Eine knappe Ernährung mit hohem Gehalt an Wirkstoffen soll gegen die vorliegende Stoffwechselentgleisung kämpfen. Dazu gehören magere Milch- und Sauermilchprodukte, Vollkornprodukte, Rohkost, gekochte Gemüse und kaltgepresste Öle. Fette, stark eiweißreich und gezuckerte
Lebensmittel sind verboten. Gelegentlich gibt es mageres Rind- oder Kalbfleisch und Vorzugsmilch.
Die Wirkung gegen Krebs ist wie auch bei den anderen Kostformen ungeklärt. Klar ist dass durch ein Augenmerk auf bestimmte günstige Vitalstoffe die Kostform nach Zabel insgesamt in die richtige Richtung weist. Immerhin war ein ausgewiesener Expert in Ernährungsfragen und im langjährigen Umgang mit Krebskranken. Auch er erkannte den Nutzen der Kuhlschen Beobachtungen und lies diese in seine Ernährungsempfehlungen teilweise mit einfliessen.

Diät nach Leupold/Ohler: Leupold glaubte, die Ursache der Krebsentstehung liege im Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Also empfahl er eine Diät, die sehr wenig Kohlenhydrate (Zucker, Getreide und
Getreideprodukte) enthält. Parallel dazu gab er den Patienten Insulin, ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel senkt. Diese Diät führte zu einer erheblichen Unterzuckerung der Patienten. Ernährungsexperten warnen davor.

Fastenkuren: Heilfasten ist eine bewährte Methode aus dem Bereich der Naturheilverfahren – allerdings in erster Linie für Gesunde!
Rudolf Breuß glaubte, dass der menschliche Körper den Krebs durch einen längere Zeit des Eiweißmangels selbst aufzehrt und bezeichnet dies als “Operation ohne Messer”. Er empfahl, 42 Tage lang (!!!) nur einen bestimmten Gemüsesaft aus Rote Beete, Sellerie, Karotten und Kartoffeln - und bestimmte Kräuter Tee´s zur Unterstützung zu trinken. Schulmediziner warnen, eine strenge Fastenkur kann für Krebspatienten lebensgefährlich
sein, zumal viele durch den Tumor und während der Behandlung zu Mangelerscheinungen neigen. Allerdings kann ein Verzicht auf alternative Massnahmen bei einem nicht mehr therapierbaren Patienten auch tödlich sein - und ist es vielfach auch.
Deshalb gilt auch hier: allgemeingültige Empfehlungen gibt es nicht. Wer an Krebs erkrankt ist und das Gefühl hat, Fasten könne ihm gut tun, sollte das unbedingt mit einem erfahrenen Fastenarzt besprechen und gegebenenfalls durchführen. Das Für und Wider sollte aber auf jeden Fall mit einem naturheilkundlich ausgerichteten Arzt besprochen werden. Über die tatsächlichen Heilwirkungen des Fastens bei Krebs ist wenig erforscht, wenn auch Rudolf Breuß in seinem Büchlein “KREBS/Leukämie und andere scheinbar unheilbare Krankheiten…” von vielen positiven Fällen bei korrekter Anwendung seiner Saftkur zu berichten weis. Dieses Büchlein, sowie die Internet Seite http://www.breuss-kur.de sei jedem empfohlen der sich mit dem Saftfasten nach Breuss weiter befassen will.

Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig: Die Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig besteht aus einem Leinsaat-Nuss-Gemisch, das mit Quark zu einem Müsli verarbeitet wird. Zusätzlich werden Sauerkrautsaft und frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte empfohlen. Gegen diese Ernährungsempfehlungen haben Ernährungswissenschaftler wenig einzuwenden. Ungesättigte Fette sind wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung. Die Inhaltsstoffe tragen dazu bei, die Zellen geschmeidig zu halten und Entzündungen vorzubeugen. Wissenschaftlich umstritten ist allerdings die Theorie, die hinter dem Ganzen steht. In Ölen aus Samen kommen hochungesättigte Fettsäuren vor. Diese sollen – nach Budwig – Träger der „Photonen-Sonnenenergie“ sein. Nach seiner Auffassung kontrollieren Fettsäuren alle Lebensbereiche und können – bei falscher Zusammensetzung – mit so genannten freien Radikalen unkontrolliertes Wachstum auslösen. Daher die Folgerung: Mit der richtigen Zusammensetzung von Fetten könne man Krebs vorbeugen oder die Krankheit positiv beeinflussen. Das konnte bisher nicht reproduzierbar bewiesen werden. Eine Broschüre „Ernährung und Krebs“ kann bei der GfBK in Heidelberg kostenlos bestellt werden.

Die Liebe..

29. September 2007

Die Liebe ist der Arzt aller Krankheiten. Sie ist Ursache und Ziel der Schöpfung. Sie ist die einzige positive Kraft. (Rumi)

Leben im Hier und Jetzt

26. September 2007

Das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision. Das Heute jedoch – recht gelebt macht jedes Gestern zu einem Traum, voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung - darum achte gut auf diesen Tag (Sanskritspruch)

Tiere helfen heilen

26. September 2007

Hunde oder Katzen sind nicht nur die Lieblinge vieler Menschen, ihre positive Wirkung auf Psyche und Immunsystem ist auch Grundlage einer eigenen Therapierichtung, der „tiergestützten Therapie“. Kaum jemand denkt an Therapie, wenn er einen Hund oder eine Katze streichelt oder mit einem Tier spielt. Der Kontakt zu Haustieren erfüllt urmenschliche Bedürfnisse nach Körperkontakt, Nähe, Wärme und gemeinsam Spaß haben, die für viele Menschen zum knappen Luxusgut geworden sind. Die Effekte durch die vierbeinigen Helfer sind so interessant, dass wissenschaftliche Studien sich damit beschäftigen. Die vermelden nur Positives und lassen sich kurz in einem Satz zusammen fassen:

Katzen- und Hundebesitzer haben weniger gesundheitliche Probleme. Australien stellte man fest, dass Menschen, die sich ein Tier angeschafft haben, weniger Medikamente gegen Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder zu hohe Cholesterinwerte einnehmen und seltener zum Arzt gehen. Tierbesitzer nehmen auch weniger Schmerzmittel. Beim Streicheln produziert das Gehirn körpereigene Schmerzmittel. Hund und Katze wirkten sogar bei vielbeschäftigten Börsenmaklern als Stressbremse. Tierhalter bekommen seltener einen Herzinfarkt, wenn sie doch einen Infarkt bekommen, erholen sie sich schneller. Auch auf die psychische Verfassung wirken Tiere: Hundebesitzer fühlen sich sicherer, bewegen sich mehr und haben mehr Kontakt zu anderen Menschen, das Selbstwertgefühl steigt. Bei Hunde und Katzenbesitzern steigt das Verantwortungsgefühl. Haustiere unterstützen auch Menschen, die kranke Angehörige pflegen. Auch Pferde sind aus der tiergestützten Therapie nicht mehr weg zu denken. Menschen, die sich nicht oder nur schwer bewegen können, blühen sichtbar auf, wenn sie Hippotherapie bekommen. Das ist eine Art Krankengymnastik auf dem Pferd. Selbst schwerkranke Patienten erleben die Therapie nicht als „Strafe“, die sie wegen ihrer Krankheit tun müssen, sondern als ein schönes Hobby. Und der Sitz hoch auf dem Pferderücken mit einem PS Kraft unter sich stärkt das Gefühl, das eigene Leben beeinflussen zu können.

Weitere Informationen unter der Internetadresse: www.tiergestuetzte-therapie.deCäsar

Glück gibt es nur..

26. September 2007

Glück gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt, die Zauberstunde kommt doch immer wieder (Hermann Hesse)