Wenn Sie die Diagnose belastungsinduzierter Linksschenkelblock (LBBB) in Kombination mit Minderdurchblutungen haben, diktiert die Kardiologie bzw. die klassische Schulmedizin ein unmissverständliches Protokoll: Schonen, Belastung minimieren, Ängste verwalten. Der Fokus liegt fast ausschließlich auf der medikamentösen Deckelung der Herzfrequenz – meist durch Betablocker, Calciumantagonisten und dergleichen.
Ich habe bei meinen eigenen Herzproblemen diesen defensiven Weg vor Jahren einfach verlassen. Warum? Weil er mich in eine Sackgasse aus permanenter Leistungsminderung und schwindender Lebensqualität führte.
Nachdem ich begann, mich intensiver mit dem Herz seiner Funktion und seinem Zusammenspiel im Gesamtsystem zu beschäftigen, verstand ich immer mehr dass es sich dabei nicht um ein statisches Ding, wie etwa ein defektes Uhrwerk handelt. Vielmehr erkannte ich dieses Organ als ein vielfach redundantes, dynamisches System, das zu phänomenalen Selbstreparatur-Prozessen fähig ist. Man muss diesem Organ nur die richtige Versorrgung und den richtigen Reiz geben.
Über 10 Jahre habe ich mich auf das Urteil und die Therapieempfehlungen der Ärzte verlassen. Ohne Erfolg, ganz im Gegenteil, die Beschwerden und die Symptome nahmen Jahr um Jahr zu. Hätte ich nicht die Reißleine gezogen, befände ich mich heute auf dem sicheren Weg in eine altersbedingt immer mehr zunehmende Leistungsminderung mit verschlechterter Autonomie und Lebensqualität. Weiter gedacht letztlich auch mit kognitiven Einbußen durch eine chronische Minderdurchblutung des Gehirns und in der Folge möglicherweise mit einer Pflegebedürftigkeit, wie wir sie heute immer öfter beobachten können.
Vor Beginn meines intensiven Ausdauertrainings sprang mein Linksschenkelblock nicht erst bei höherer Belastung, sondern bereits bei einer Herzfrequenz an, die mit Alltagstätigkeiten erreicht wird. Diese sogenannte „kritische Frequenz“ blockiert ab diesem Puls die elektrische Reizleitung der linken Herzkammer. Diese wird dann durch eine Ersatzfunktion angesteuert, arbeitet dann aber asynchron und mechanisch unökonomisch was zu einer mehr oder weniger deutlichen verminderten Herzleistung führt. Das Beängstigende an meiner Situation war aber der Umstand, dass die Schwelle zunehmende Symptome auftraten von Jahr zu Jahr abnahm und zuletzt bereits bei Puls 80, etwa nach einer Mahlzeit, Palpitationen auftraten. 🙁 Laut Kardiologen ist ein Schenkelblock allerdings nicht immer symptomatisch wie bei mir, oder diese sind mit Betablockern gut beherrschbar. Bei mir war das nicht so, und wie ich zwischenzeitlich erfahren habe, gibt es wohl genügend Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich.
Die Folgen der dauernden Verschlechterung waren unmissverständlich:
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- Akute Brustenge (Angina Pectoris)
- Spürbare Palpitationen (Herzstolpern)
- Ein sofortiger Einbruch der Belastbarkeit
Die verschriebenen Medikamente unterdrückten lediglich die natürliche Anpassungsfähigkeit meines Organs, ohne die Ursache zu beheben. Es wurde Zeit für einen radikalen Top-Down-Ansatz.
Morgen gehts weiter …….