Prostatakrebs – behandeln oder nicht?
Prostatakrebs-Diagnose – therapieren/behandeln oder nicht? Soll oder muss ich schnell aktiv werden? Wieviel Zeit habe ich? Werde ich an Prostatakrebs sterben? Diese und viele weitere Fragen stellen sich täglich über zweihundert Männer in Deutschland mit der Diagnose Prostatakrebs. Etwa jeder siebte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an Prostatakrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen an Prostatakrebs lag in Deutschland im Jahr 2023 bei rund 79.600 Fällen.
Hinweis: Diese Webseite widerspiegelt die persönliche Meinung des Autors und sie ist die Dokumentation dessen eigener Erfahrungen. Es soll damit eine Vorgehensweise aufgezeigt werden , die vor Jahrzehnten dem Normalfall entsprach. Es soll außerdem deutlich gemacht werden, dass Männer immer die Freiheit haben eigene Wege zu wählen. Die Überwindung der eigenen Angst und „Unsicherheit“ kann sich lohnen. Auch bedeutet der Weg nicht, dem Krebs hilflos ausgeliefert zu sein. „Das Schwimmen gegen den Strom kann bei Krebs zwar eine Herausforderung sein, aber genau diese Entschlossenheit ist es, die Krebspatienten mit Radikalremission als Schlüsselfaktor für ihr Überleben erkannt haben. Jane McLelland, eine ehemalige Krebspatientin, drückt es so aus: »Leise Patienten sterben, laute, selbstbestimmte überleben.«
Für Männer, die vor der Entscheidung stehen „OP / Bestrahlung oder abwarten“ stehen, soll meine Info-Seite das liefern, was Ärzte oft verschweigen: dass ein PSA von 14,4 ng/ml und ein PI-RADS 5 MRT Befund nicht das Ende der Selbstbestimmung oder einen umgehenden Behandlungsbeginn bedeutet. Denn bei Prostata-CA ist eine schnelle Behandlung nicht unbedingt ein Garant für Heilung, wie es die Ärzte oft suggerieren! 20 bis 50 % der Patienten haben innerhalb von zehn Jahren nach einer radikalen Prostatektomie und/oder einer perkutanen Strahlentherapie (EBRT) ein biochemisches Rezidiv (BCR). Selbst in Fällen, in denen die ursprüngliche Aggressivität als niedrig oder mittel eingestuft wurde. Aber auch Männer ohne frühe intensive Behandlung leben über viele Jahre, und nur wenige von ihnen sterben am Prostatakrebs. Ein heute 70-Jähriger Mann mit Prostatakarzinom hat überhaupt nur ein 10-%?tiges Risiko, an Prostatakrebs zu versterben. Heute bedeutet eine frühe Entdeckung (mittels PSA und Biopsie) oft einen schnellen schulmedizinischen Behandlungsbeginn mit konkreten und sofort spürbaren Folgen: Impotenz und Inkontinenz, ständige Nachkontrollen, Ängste und ein stärker medizinisiertes Leben. Für viele ältere Männer ist es daher sehr vernünftig und rational, sich bei erhöhtem und steigendem PSA nicht vorschnell zum Patienten machen zu lassen. Denn es gibt durchaus Alternativen zu den Leitlinientherapien, welche einen echten Effekt auf das Tumorgeschehen erwarten lassen. Auch wenn sie diese Alternativen von einem Urologen oder Onkologen nicht hören werden.
Dagegen ist der schnelle und meist angstgetriebene Start einer Standardtherapie der Beginn einer langen Leidensgeschichte. Oft mit beständig sinkender Lebensqualität. Und das ohne vorherige Beschwerden und nur als Folge eines erhöhten bzw. steigenden PSA-Wertes und in der Folge einer Biopsie (obligatorisch) mit entsprechendem Grading. Ist der PSA-Wert altersabhängig höher als 3-4 ng / ml, dann empfiehlt der Hausarzt oder der Urologe weitere Diagnostik, um Prostatakrebs zu entdecken oder auszuschließen. Oft wird direkt eine Biopsie „angeordnet“. Informierte Urologen empfehlen ein mpMRT mit nachfolgender MRT-gestützter Fusionsbiopsie, um Tumor und dessen Aggressivität zielsicherer zu diagnostizieren. Wird dabei der Verdacht eines Tumors erhärtet, wird meist rasch zu einer Operation, zu einer Bestrahlung oder zu beidem geraten. Das Argument: Je schneller der Tumor rauskommt, umso eher ist der Patient geheilt und hat Ruhe. Schön wärs.
Jeder Mann sollte allerdings wissen: Prostatakrebs ist ohnehin in den meisten Fällen kein Todesurteil, wie bereits weiter oben geschrieben! Ob mit oder ohne Behandlung: 50–60 % der Fälle sind wenig aggressiv und langsamwachsend. Nur 10 bis 40 % der Tumore entwickeln sich dynamischer und agressiver. Prostata-CA hat damit insgesamt betrachtet eine ausgezeichnete Langzeitprognose, besser als viele andere Krebsarten. Dabei brauchen Sie keine Schuldgefühle zu haben, wieso gerade Sie Prostata-CA bekommen haben. Ältere Männer können einer Veränderung der Prostatadrüse ohnehin kaum „entkommen“. Bei den über 80-Jährigen findet man Prostatatumore bereits bei 80 % der Männer, bei über 90-Jährigen ist das bei nahezu jedem der Fall. Aber die meisten Männer sterben mit Prostatakrebs und nicht an Prostatakrebs. Beachtenswert ist, dass in asiatischen Ländern Prostatakrebs sehr viel seltener auftritt als bei uns im Westen. Trotzdem lautet die Botschaft: Mit Prostatakrebs kann man alt werden – auch unbehandelt!
Die meisten Urologen drängen die Männer bereits in relativ frühen Krankheitsstadien zum schnellen Handeln und damit leitliniengerecht zu OP oder Bestrahlung. Das Argument: Jetzt könne man noch „heilend“ therapieren, wenn man warte, dann nicht mehr. Was Ihnen der Urologe allerdings nicht sagt, ist, dass es dafür leider keine Gewähr gibt! Deswegen lohnt es sich bei einem erhöhten PSA und mutmaßlichem Prostata?CA noch mehr als bei anderen Krebserkrankungen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nach einem auffälligen PSA-Wert vielleicht lieber länger zu warten, auf alle Fälle ein MRT zu machen und keine allzu schnellen und irreversiblen Entscheidungen zu treffen! Zeit kann ein echter Vorteil sein – für Lebensqualität heute und vielleicht auch für bessere Therapien morgen. Entscheidend für Ihre künftige Lebensqualität ist nicht, möglichst früh irgendetwas zu tun, sondern nicht früher zu behandeln als wirklich nötig.
Die Studienlage ist eindeutig auf der Seite derer, die eine eher abwartende Haltung einnehmen, was die Überlebensdauer angeht. Dazu eine Aussage aus der Protec-T Studie: „…. daher deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass je nach Ausmaß der sich einstellenden Nebenwirkungen, die mit frühen radikalen Behandlungen verbunden sind, eine aggressivere Therapie zu mehr Schaden als Nutzen führt.“
Beginnt die Therapie, dann beginnt auch ein Leben, wie es sich viele Männer zuvor nicht vorgestellt haben. Nämlich mit den Nebenwirkungen der Therapien und ständigen Nachuntersuchungen, immer wieder schädlichen und risikobehafteten Biopsien und angstvoller Unsicherheit (Angst macht krank). Sie werden vom Menschen zum Patienten. Das Schlimmste, wie oben bereits gesagt: Für über 20 – 50 % der Behandelten, die in der Hoffnung gelebt haben, geheilt zu sein, zerschlägt sich diese Illusion mit einem Rezidiv (Wiedererkrankung) nach einigen Jahren. Dieses Risiko und wie sich die Nebenwirkungen auf die Lebensqualität auswirken, werden von den Urologen oder Onkologen bei der Darstellung der Sachlage und der Therapieempfehlungen meist nicht umfassend, ausreichend verständlich und unvoreingenommen dargestellt. Das beweisen Befragungen von Prostata CA Patienten einige Jahre nach einer primären Prostata-Therapie. Die Ergebnisse zeigen, dass fast 50 % der Patienten ihre damalige Therapieentscheidung kritisch sehen oder bereuen.
Auch der Chefarzt der Urologie am Krankenhaus Düren, Priv.-Doz. Dr. Christof Börgermann, ist der Ansicht, bei der Diagnose Prostatakrebs wird oft zu schnell operiert. Der Dürener Mediziner macht dafür allerdings nicht nur den PSA-Test verantwortlich. Auch der Druck auf die Prostatakrebszentren, hohe Fallzahlen erreichen zu müssen, führt nach Börgermanns Ansicht zu unnötigen Operationen.
Viele nützliche Botschaften liefert die neueste Protec-T Studie aus Oxford. Die wichtigste Aussage der Studie. Es ergab keinen statistisch signifikanten Unterschied im krebsspezifischen Überleben nach 15 Jahren. Unabhängig von Therapie oder Nichttherapie. Die Überlebensrate in allen Gruppen lag bei 97%! https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2214122. Wahrscheinlich werden Sie also Ihren PCA überleben und an etwas anderem sterben, wie an Prostatakrebs. Die ernüchternde Botschaft der Studie, für Männer, die sich einer schulmedizinischen Therapie unterwerfen: Die hohe Zahl an Rezidiven (Wiedererkrankungen) nach 3–5 Jahren zeigt, dass Therapien wie die Entfernung der Prostatadrüse und/oder eine Bestrahlung bei einem Gleason-Score > 7 überwiegend nicht heilend sein können!
Das heißt, selbst nach einer „sauberen“ radikalen Prostatektomie (R0-Resektion) steigt der PSA-Wert bei bis zu 50 % der Operierten und/oder Bestrahlten nach Jahren wieder an. Zum Zeitpunkt der Diagnose waren bei diesen Erkrankungen bereits Tumor-Zellen im Umlauf, die durch kein bildgebendes Verfahren (auch kein PSMA-PET/CT) sichtbar waren. In diesen Fällen bleibt Prostata-CA also kein lokales Geschehen, sondern hat im Zeitverlauf eine mehr oder weniger große Dynamik. Und was eben vielen nicht klar ist: Die initial eingeleiteten schulmedizinischen Therapien ändern daran nichts!
Meine rationale Schlussfolgerung: Wenn die biologische Aggressivität des Tumors den Verlauf diktiert, nicht die Radikalität der Therapie, verlieren Bestrahlung oder die radikale OP ihr Hauptargument („Sicherheit durch Entfernung“). Prostata-CA, ist je nach Typ und Aggressivität, mit keiner heute verfügbaren Primärintervention sicher zu heilen. Viel zu viele Männer lassen sich angesichts dieser Tatsache allzu schnell operieren, und nur maximal 2% der Betroffenen schlagen wie ich einen etwas anderen Weg ein. Meine persönlichen Beobachtung aus der Auswertung der Studienlage und Beobachtungen aus dem privaten Umfeld haben mich bewogen diesen anderen Weg zu gehen und diesen hier zu bescheiben.
Was können also Männer tun, die einen Befund haben, die sich aber nicht wohlfühlen mit den Empfehlungen des Urologen? Sie beobachten das Ganze erst einmal, während sie versuchen, ihr Leben zu optimieren und nach einem schonenderen Therapie-Ansatz Ausschau halten. Eines sollte hier noch gesagt sein: Den von mir hier beschriebenen Weg kann man nur gehen, wenn man bereit ist, Eigenverantwortung zu übernehmen und Unsicherheit auszuhalten. Eine Unsicherheit, die man aber ebenso aushalten muss, wenn man sich operieren oder bestrahlen lässt. Der Weg der Autonomie bedeutet auch mehr Eigeninitiative und oft auch mehr VERÄNDERUNG, auf vielen Gebieten.
Dabei werden Sie rasch auf die Erkenntnis stoßen, dass Krebs im Allgemeinen nicht auf den Tumor reduziert werden kann, sondern eine Stoffwechselerkrankung und eine Erkrankung des ganzen Menschen ist. Der Tumor ist dabei nur ein Symptom. Sie werden aber auch sehen, dass Sie mit Prostatakrebs nicht machtlos der Schulmedizin ausgeliefert sind. Vielmehr haben Sie nach meiner eigenen Erfahrung einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Die Unsicherheit eines eigenen Weges zu ertragen, bedeutet nicht, nichts zu tun und hilflos zu sein. Es bedeutet die Freiheit zu haben, eigene Wege zu wählen. Dies kann eine Herausforderung sein, besonders wenn man um sein Leben fürchtet, aber es ist genau diese Entschlossenheit, die Krebspatienten mit Radikalremission als Schlüsselfaktor für ihr Überleben erkannt haben.
Ein paar wichtige Fakten und Aussagen der Protec-T Studie (Oxford 2023), die jeden älteren Mann mit steigendem PSA zum Nachdenken anregen sollten. Die Studie hat eine hohe hohe Qualität: Zwischen 1999 und 2009 erhielten im Vereinigten Königreich 82.429 Männer im Alter zwischen 50 und 69 Jahren einen Prostata-spezifischen Antigen-Test (PSA). Lokalisierter Prostatakrebs wurde bei 2664 Männern diagnostiziert. Von diesen Männern wurden 1643 in eine Studie aufgenommen, um die Wirksamkeit von Behandlungen zu bewerten, wobei 545 nach dem Zufallsprinzip eine aktive Überwachung erhielten, 553 sich einer Prostatektomie unterzogen und 545 einer Strahlentherapie unterzogen wurden. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2214122>. 2023 wurden die Ereignisse der 15-jährigen Nachbeobachtungszeit zur Sterblichkeit und zu anderen publiziert.
…. zur Sterblichkeit nach 15 Jahren: Seit mehr als zwei Jahrzehnten untersucht die Studie die Wirksamkeit zeitgenössischer Behandlungen bei Männern mit PSA-erkanntem, klinisch lokalisiertem Prostatakrebs. Die aktuelle 15-Jahres-Analyse liefert einen hohen Prozentsatz des Langzeitüberlebens in der Studienpopulation (97% aus Prostatakrebs – spezifischer Tod und 78% aus dem Tod aus irgendeiner Ursache), unabhängig von der Behandlungsgruppe. Radikale Behandlungen (Prostatektomie oder Strahlentherapie) reduzierten die Inzidenz von Metastasen, lokaler Progression und Langzeit-Androgen-Deprivation-Therapie im Vergleich zur aktiven Überwachung um die Hälfte. Diese Reduktionen führten jedoch nicht zu Unterschieden in der Sterblichkeit nach 15 Jahren, ein Befund, der die lange Naturgeschichte dieser Krankheit betont. Daher deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass je nach Ausmaß der Nebenwirkungen, die mit frühen radikalen Behandlungen verbunden sind, eine aggressivere Therapie zu mehr Schaden als Nutzen führen kann.
….Zum Thema initiale Risikoklassifizierung eines PCA:
….Eine Analyse der Daten von 13 Männern, die sich einer Prostatektomie unterzogen hatten, aber später an Prostatakrebs verstarben, verdeutlichte die Grenzen der Risikostratifizierungsmethoden. Bei 46 % der Patienten wurde zu Beginn der Behandlung ein Gleason-Score der Gruppe 1 diagnostiziert; alle Männer wiesen eine Verschlechterung des Tumorstadiums und 77 % eine Erhöhung des Tumorgrades auf (Tabelle S4). Mehr als drei Viertel dieser Männer unterzogen sich innerhalb von zwei Jahren nach der Diagnose einer Operation, und 84 % erhielten eine Salvage-Strahlentherapie – Behandlungen, die auf die Aggressivität ihrer Erkrankung hinwiesen. Trotz multimodaler Therapien wiesen diese an Prostatakrebs verstorbenen Männer vermutlich Merkmale einer letalen Erkrankung auf, die bei der Diagnose nicht erkannt oder durch die Behandlung nicht beeinflusst wurden. Von den 104 Männern, bei denen sich Metastasen entwickelten, wurden 51 % zu Beginn der Behandlung als Niedrigrisikopatienten (Gleason-Score Gruppe 1) und 47 % gemäß den CAPRA-Kriterien als Niedrigrisikopatienten eingestuft.
.. zu Krankheitsprogression und Sterblichkeit bei PCA:
Dies bedeutet, dass viele Studienteilnehmer einen höheren Tumorgrad und ein fortgeschritteneres Stadium aufwiesen als ursprünglich angenommen. Trotz dieses Befundes war die Gesamtsterblichkeitsrate weiterhin niedrig, selbst wenn Männer mit mittlerem Risiko eine radikale Behandlung verzögerten oder ganz darauf verzichteten. Einige der Männer, die später an Prostatakrebs verstarben, waren bei der Diagnose als Niedrigrisikopatienten eingestuft worden, was die Forscher als besorgniserregend hervorheben. Professor Peter Albers, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kongressbüros der EAU und Urologe an der Universität Düsseldorf, erklärte: „Dass die stärkere Krankheitsprogression unter aktiver Überwachung nicht mit einer höheren Sterblichkeit einherging, dürfte Urologen und Patienten gleichermaßen überraschen und ermutigen. Aus <https://www.ox.ac.uk/news/2023-03-13-study-shows-delaying-treatment-localised-prostate-cancer-does-not-increase-mortality>
Die Ergebnisse der ProtecT-Studie treffen auch den wunden Punkt der bioptischen Diagnostik bei vermutetem Prostatakrebs: Das sogenannte „Undergrading“ (die Unterschätzung der Aggressivität durch eine Nadelprobe) ist ein bekanntes Phänomen, das oft erst nach einer vollständigen operativen Entfernung der Prostata korrigiert wird. Dass dies am Ende kaum einen Unterschied für das 15-Jahres-Überleben machte (das in allen Gruppen bei ca. 97 % lag), entlarvt die Biopsie in vielen Fällen als eine rein statistische Beruhigungspille ohne echten therapeutischen Mehrwert für das Langzeitüberleben.
…zu Auswirkung von Metastasen bei Prostatakrebs auf das Langzeitüberleben:
….Obwohl die Häufigkeit von Metastasen zunahm, blieb die Zahl der Todesfälle durch Prostatakrebs niedrig, und die Intervalle zwischen Metastasierung und Tod verlängerten sich in einigen Fällen weiterhin auf 10 bis 20 Jahre, insbesondere in der Gruppe mit aktiver Überwachung (Abb. S6). Von den 40 Männern, bei denen nach 10 Jahren Metastasen diagnostiziert wurden, starben in der Gruppe mit aktiver Überwachung innerhalb von 15 Jahren 14 % an Prostatakrebs, verglichen mit 25 % in der Prostatektomiegruppe und 70 % in der Strahlentherapiegruppe. Neue systemische Therapien für die progressive Erkrankung stehen zunehmend zur Verfügung, und es ist wahrscheinlich, dass diese Behandlungen zur Verlängerung des Überlebens der Männer mit Metastasen in unserer Studie beigetragen haben.
Dieser Befund ist bemerkenswert und beruhigend. Zweifelhaft wird durch die Studie ob die Metastasierung überhaupt als Marker für die Letalität von Männern mit lokalisiertem Prostatakrebs-Tumor geeignet ist. Bei der Analyse der Metastasierungsorte wiesen 29 % der Männer in der Gruppe mit aktiver Überwachung einen regionalen Lymphknotenbefall auf, verglichen mit jeweils 15 % in der Prostatektomie- und der Strahlentherapiegruppe (Tabelle S9). Die Inzidenz viszeraler und Fernmetastasen war in allen drei Gruppen gering und vergleichbar. Skelettmetastasen traten in der Gruppe mit aktiver Überwachung (31 %) und der Prostatektomiegruppe (35 %) in ähnlichem Umfang auf, während der Anteil in der Strahlentherapiegruppe mit 15 % niedriger war. Dies könnte auf das Vorliegen okkulter Mikrometastasen bei Diagnosestellung zurückzuführen sein . <https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2214122#t3>
Nicht Krankheitsprogression ist oft der Grund für einen Wechsel hin zu ivasiveren Behandlungen, sondern die Angst und der Druck durch Urologen und Onkologen: Etwa 30 % der Patienten unterzogen sich innerhalb von 3 Jahren einer Prostatektomie oder Strahlentherapie, ein Prozentsatz, der nach 10 Jahren auf 55 % und nach 15 Jahren auf 61 % anstieg. Entscheidungen zur Änderung des Behandlungsansatzes in den ersten Jahren wurden häufig ohne Anzeichen einer Progression getroffen, was wahrscheinlich auf die Besorgnis der Patienten oder ihrer Ärzte zurückzuführen war. Nach 15 Jahren hatten 39 % der Männer in der Gruppe mit aktiver Überwachung keine radikale Behandlung erhalten, und 24 % lebten ohne radikale Behandlung oder Androgenentzugstherapie.
Fazit der Studienautoren: … „unsere Ergebnisse liefern den Nachweis, dass ein größeres Bewusstsein erforderlich ist für die Grenzen und Möglichkeiten der derzeitigen Risikobewertungs- und Behandlungsmethoden in den Prostatakrebs-Leitlinien. Männer mit neu diagnostiziertem, lokalisiertem Prostatakrebs und ihre Ärzte können sich die Zeit nehmen, die Kompromisse zwischen Schäden und Vorteilen von Behandlungen sorgfältig zu prüfen „
Mein eigener Weg mit einem seit 2016 steigenden PSA und Prostatakrebs: ein Weg, der sich für mich zwingend aus den biologischen Fakten ergibt.
Kleine Chronik: Den ersten Hinweis auf Probleme an der Prostata hatte ich 2016. Nach der erstmaligen PSA Bestimmung bei einer Blutuntersuchung (damals im Alter von 57) und einem leicht erhöhten Wert von 4,3 ng/ml. Dieser Wert hat mich zwar wachsam gemacht, aber noch nicht beunruhigt, weil ich schon damals wusste, dass man es bei Prostataproblemen nicht eilig haben muss, wenn es keine Probleme mit dem Urinieren gibt. Wäre ich jedoch zu der Zeit zum Urologen gegangen, dann wäre von diesem wahrscheinlich eine Biopsie angeordnet worden, was möglicherweise bereits 2016 zu der Empfehlung einer Prostatektomie geführt hätte. Es steht auch zu vermuten, dass man bereits 2016 einen kleinen Tumor gefunden hätte, wie das 4 Jahre später 2020 bei einer ersten MRT zu sehen war. Eine damalige urologische Beurteilung hätte sehr wahrscheinlich bereits 2016 in eine Therapie (OP/Bestrahlung) gemündet. Ich wäre damit also bereits 2016 zum behandelten Prostatakrebs-Patienten geworden! Mit allen mehr oder weniger starken Nebenwirkungen, den ständigen Nachuntersuchungen und der permanenten Angst vor einem Wiederauftreten der Erkrankung in Form von Rezidiven in Lymphknoten oder Knochen.
Als langjähriges Mitglied der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr (www.biokrebs.de) und nach einem Austausch mit dem ganzheitlichen Urologen Dr. Bliemeister, habe ich einen kühlen Kopf bewahrt und für mich entschieden, dass ich noch nicht Patient werden, sondern einstweilen die Entwicklung des PSA Wertes weiter beobachten will. Wie ich von Dr. Bliemeister damals bereits erfahren hatte, ist die Höhe des PSA Wertes als Prognosefaktor für Prostatakrebs und dessen Aggressivität nicht sehr aussagekräftig. Mehr Aussagekraft hat die PSA Dynamik in Form der PSA Verdopplungszeit über einen längeren Beobachtungszeitraum.
So ging es weiter: 2020 ließ ich eine Prostata-MRT durchführen. Das Ergebnis machte ein Prostata?CA recht wahrscheinlich. Befund: PIRADS 5, suspekte Läsion, hochwahrscheinlich maligne. Der PSA?Wert war zu diesem Zeitpunkt bei 9,3. Diese Entwicklung hat mich etwas verschreckt und ich war kurz davor, eine Biopsie machen zu lassen. Bei genauerer Überlegung habe ich dies allerdings wieder verworfen, da ich nicht bereit war, die Risiken der Biopsie zu tragen und danach auch therapeutische Konsequenzen im schulmedizinischen Sinne folgen zu lassen. Das sollte sich jeder fragen, bevor er eine Untersuchung machen lässt, die gewisse Risiken hat: Was bringt mir der Erkenntnisgewinn überhaupt und bin ich bereit für weitere Maßnahmen?
Stattdessen habe ich damals längere Zeit eine Ernährungsumstellung auf vegane Low-Carb-Ernährung, reich an natürlichen Mikronährstoffen und gesunden Fetten, gemacht. Dies hatte über die nächsten 20 Monate zur Folge, dass der PSA?Wert bis auf 4,5 zurückging. Das hat mich sehr gefreut hat, weil ich damals sah, der PSA?Wert ist keine Einbahnstraße nach oben.
Bedauerlicherweise hat mich dann im März 2021 eine schwere Virusgrippe mit Beteiligung des COV-19 Virus erwischt. 3 Wochen lang hatte ich immer wieder hohes Fieber, teilweise Atemnot, und ich war mega geschwächt, bis die Virusinfektion endlich überwunden war. Dies hatte mein Immunsystem wohl derart geschwächt, dass das Krebsgeschehen Auftrieb bekommen hat, denn im Anschluss ist der PSA auf fast das Dreifache (auf 12,3) „hochgeschossen“. Seither ist der Wert unter geringen Schwankungen weiter angestiegen. Zum PSA muss man wissen: Der absolute PSA-Wert spielt zwar eine Rolle für das Krebsgeschehen, aber meist weniger stark als die Dynamik. Die EAU weist darauf hin, dass bei lokal fortgeschrittener Erkrankung eine PSADT <12 Monate und PSA-Werte über 30–50 ng/ml eher für einen relevanten Nutzen früherer systemischer schulmedizinische Therapie sprechen. Praktisch heißt das: Ein PSA von 4 mit schneller Verdopplung ist oft beunruhigender als ein PSA von 8, der über lange Zeit kaum steigt.
So gings weiter: Mich hat dann 2026 ein PSA von 15,7 dazu veranlasst, ein neuerliches MRT machen zu lassen. Eine biparametrische MRT ohne Kontrastmittel reicht nach neueren Studien für eine Verlaufskontrolle bei bekanntem Krebs-Befund. Durch den Verzicht auf das Kontrastmittel geht man weniger Gesundheitsrisiko ein, die MRT geht schneller und kostet weniger (wichtig wenn man sie selbst zahlen muss). Neuere Vergleichsuntersuchungen zwischen bp und mpMRT zeigen, dass die bpMRT für die Verlaufskontrolle nahezu denselben Erkenntnisgewinn liefert, wenn die Aufnahmen gut und der Radiologe ausreichend qualifiziert ist. Das MRT-Ergebnis war etwas progredient zum Vorbefund vor 6 Jahren. Lokal fortgeschrittener Prosta-CA T3a, ohne Metastasen über das Organ hinaus. Für die meisten Urologen ist eine Infiltration oder der Kapseldurchbruch ein Moment, in dem aus „Watchful Waiting“ eine Behandlungsnotwendigkeit wird, um eine Systemerkrankung (Metastasen) zu verhindern. Zumindest aus schulmedizinischer Sicht. Meine Überlegungen, die sich zum bisherigen Verlauf und zur Situation ergeben, sahen jedoch anders aus.
Fakt war für mich: Die Fixierung auf die OP und „totale Entfernung“ ist derzeit kein Garant für Heilung, sondern nur allzu oft eine medizinische Illusion, die von Urologen und Onkologen geschaffen wird. Meist wird dabei versäumt, Nutzen und Schaden klar und für Betroffene verständlich darzulegen. Eine Kapselinfiltration (Stadium T3a) ist zwar ein lokaler Fortschritt, korreliert aber nicht zwingend mit einem kürzeren Überleben, solange die systemische Dynamik (PSA-VZ) moderat bleibt. Eine stabile PSA-VZ von über 5 Jahren, zeigt dass der Tumor trotz seiner Größe von 15x20x16 mm und des Kapselkontakts metabolisch nicht hochaggressiv zu sein scheint.
Die 60 % der operierten und bestrahlten Patienten, welche von der Schulmedizin als geheilt entlassen werden, sind möglicherweise einfach die, deren Krebs sich ohnehin nie schnell und lebensbedrohlich entwickelt hätte. Denn genau das ist letztlich eine Konsequenz aus der ProtecT?Studie. Dort war die Sterblichkeit in der Gruppe „Aktive Überwachung“ nach 15 Jahren praktisch genau so niedrig wie die der OP- und der Bestrahlungsgruppe (ca. 3%). Daraus muss man schließen: Wenn die moderne Chirurgie und Strahlentherapie bei aggressiveren Zelltypen und Verläufen an ihre Grenzen stößt und das Überleben primär von der Tumor-Biologie und nicht von der Therapie diktiert wird, rückt die Beeinflussung des „Tumor-Milieus“ ins Zentrum.
Studien von Dean Ornish haben bereits vor Jahren gezeigt, dass intensive Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement) sogar die Genexpression in der Prostata verändern können (Herunterregulieren von Onkogenen). Die systemische Kontrolle über vitale Ernährung und Mikro- und Phytotherapie, sowie über unsere Gedanken ist bei einer Erkrankung wie Prostatakrebs medizinisch ebenfalls fundiert. Es ist eine Abkehr vom „Krieg gegen den Körper“ hin zur Stärkung der körpereigenen Kontrollinstanzen. Die Frage, die sich ein Mann mit Prostatakrebs vor allem stellen muss: Welche Strategie ist rational bei den derzeitigen Erkenntnissen letztlich (Schaden/Nutzen) die sinnvollste?
Meine geplante Strategie war diese:
- Ich akzeptiere, dass der Krebs da ist, wie bei vielen anderen älteren Männern auch.
- Ich verzichte auf die Therapiefolgen einer radikalen OP oder einer Bestrahlung, die mich viel Lebensqualität kosten.
- Ist setze auf die systemische Kontrolle des Tumorgeschehens durch vitale Ernährung und Mikro- und Phytotherapie (Ornish, Pfeiffer), sowie über Mentaltechniken (Simonton). Dies ist medizinisch ebenfalls fundiert und hat mit nur Abwarten und zusehen, NICHTS zu tun.
- Ich habe jederzeit die Option, aus meiner biologischen System-Strategie auszusteigen und mit einer wirksamen und meist gut verträglichen Tablettentherapie (ARSI) zu beginnen.
- Die rote Linie für einen Regimewechsel wäre für mich der Moment, wo die Biologie des Tumors durch PSA-Anstieg < 12 Monate und dynamische MRT Progredienz zeigt, dass er für mich außer Kontrolle gerät und Symptome verursacht.
- die PSA-Verdopplungszeit (PSA-VZ) als primären rationalen Parameter für einen Regimewechsel zu wählen, deckt sich mit der modernen Sichtweise der Tumorbiologie. Während die Bildgebung (MRT) die „Geografie“ des Tumors zeigt, fungiert die PSA-VZ als „biologischer Tachometer“, der die tatsächliche Aggressivität und Wachstumsgeschwindigkeit im System widerspiegelt.
Dieser Weg ist auch medizinisch rational:
- Ich vermeide frühe Kollateralschäden: Eine Prostatektomie oder Bestrahlung hinterlässt oft dauerhafte Spuren (Inkontinenz, erektile Dysfunktion, Strahlenschäden an Blase und Darm), welche die Lebensqualität massiv einschränken können. Und das noch bevor der Krebs selbst überhaupt ein einziges Symptom verursacht hätte.
- Wenn ich erst beim Eintreten einer echten klinischen Relevanz mit einer Dublett-Therapie (Hormon + ARSI) starte habe ich meinen Körper bis dahin nicht durch unnötige Eingriffe geschwächt, bzw. die Wirkung der Hormontherapie bereits ausgeschöpft, die immer irgendwann nachlässt.
- Ich therapiere nicht eine Vermutung, eine Statistik oder stur nach S3?Leitlinien, sondern eine nachgewiesene Aktivität. Eine moderne Dublett-Therapie ist heute so potent, dass sie den Tumor oft über viele Jahre oder gar Jahrzehnte in eine Art „Winterschlaf“ schicken kann.
- Mein Modell ist im Grunde eine Form der „biologisch gesteuerten Therapie“ die erst im Notfall auf Therapien zurückgreift, welche die Lebensqualität verschlechtern können.
In Ihrer Forschung zu sogenannten „Radikalen Remissionen“ meint die Medizinerin Dr. Kelly Turner: „Auf die Selbstheilungskräfte zu setzen, ist keine bloße Hoffnung, sondern eine wissenschaftlich dokumentierte Realität. Das „Unverständnis“ der klassischen Medizin gegenüber einem ganzheitlichen Heilungsansatz ist oft darin begründet , dass man nach einer Ursache-Wirkung sucht, während die vielfach beschriebene Heilung durch ganzheitliche Therapien in der Summe vieler, teils subjektiver Faktoren liegt.
Für meine Einschätzung der Dinge muss man wissen: 1. Dass ich zeitlebens selbstständig war und immer gewohnt, viele Entscheidungen zu treffen und vor allem die Konsequenzen meiner Entscheidungen uneingeschränkt zu tragen. Siehe dazu auch: https://www.winnerspoint.de/. 2. Dass ich bereits 2002, bei einer schweren Krebserkrankung meiner Frau, Erfahrungen gesammelt habe mit der Naturheilkunde und einem alternativen, ganzheitlichen Weg bei Krebs. Und dass ich der Schulmedizin seit meinen damaligen Erfahrungen misstraue. 3. Dass mich Gesundheitsthemen sehr interessieren und ich mich seit Jahren als „Biohacker“ mit den Themen Longevity, Herz-Kreislauf-Fitness und Demenzprävention beschäftige. Dabei habe ich immer mich selbst als „experimentelles Modell“ genommen, um Dinge zu testen und Entwicklungen zu optimieren und zu protokollieren. Dass ich mein Interesse an diesen Dingen auch einmal im Zusammenhang mit Prostatakrebs benötigen könnte, daran hatte ich nicht unbedingt gedacht ;-).
MEINE ZIELE
Mein Ziel Nr. 1: einen tumorfeindlichen Stoffwechsel gezielt steuern und dabei gesund alt werden. Der Erhalt meiner Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit und die Begrenzung von therapiebedingten Schäden. Schulmedizinische Therapieansätze betrachte ich nicht grundsätzlich als „Teufelszeug“ aber ich frage kritisch nach Nutzen und Risiko und sehe sie als letzte Option. Allerdings keine OP und wahrscheinlich auch keine Bestrahlung. Eine solche Vorgehensweise ist für meisten Urologen und Onkologen undenkbar, weil sie immer noch den Standpunkt vertreten, man müsste schnell handeln, um keine Therapiechancen zu verspielen. Nur ca 2 % der Betroffenen wählen unter anderem aufgrund dessen nur einen alternativen Weg.
Mein Ziel Nr. 2: Ich möchte anderen Männern, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich, den Blick öffnen für Optionen die jenseits des klassischen Therapieweges bei Prostatakrebs liegen. Ich denke, dieser Weg ist real, rational und für jeden gangbar, der bereit und in der Lage ist Eigenverantwortung zu übernehmen.
So lange es in Bezug auf die Verlängerung der Lebenszeit keine wirklich zuverlässigen, wirksamen und nebenwirkungsarmen Therapieoptionen gibt, scheint eine dauerhaft und in jedem Fall nützliche systemische Intervention, welche die Stoffwechselwege des PCA adressiert und hemmt, aktuell der richtige Ansatz zu sein, der maximale Lebensqualität bei lebenswerter Lebensdauer garantiert. Dies gelingt über eine optimierte Ernährung, Mentaltechniken und über spezielle Mikronährstoff- / Phytotherapien wie etwa im Pfeiffer-Protokoll beschrieben und erprobt. https://www.pfeifer-protocol.com/de/category/veroeffentlichungen/prostatakrebs/. Ebenfalls sinnvoll und hilfreich kann der Einsatz bestimmter Medikamente sein. Etwa ASS, Metformin, Atorvastatin oder Ivermectin / Mebendazol als Offlabel use. Wenn man diese systemisch wirksamen Maßnahmen intelligent kombiniert und konsequent umsetzt, ist dies nach meiner Einschätzung das sinnvollste was man derzeit bei PCA wirklich tun kann.
Die aktuell (2026) verfügbaren Studien-Daten rational analysiert, geben Patienten die Freiheit, Lebensqualität höher zu gewichten, ohne ihre Lebenserwartung zwingend zu verkürzen. https://www.prostata-therapie.de/aktuelles/beitrag/weniger-ist-oft-mehr
Mein Protokoll integriert insgesamt die Erkenntnisse von Prof. Ben Pfeiffer, Dean Ornis, Cal Simonton und anderen die Krebs ganzheitlich sehen. Und außerdem berücksichtige ich die dokumentierten Erfahrungen älterer „Krebsmediziner“ wie Dr. Kuhl, Dr. Seeger, Dr. Issels, Dr. Fryda.
Die Säulen meines ganzheitlichen „Therapie-Ansatzes“
Säule 1: Ernährung:
Kohlenhydratarme, rein pflanzenbasierte Ernährung, mit viel Gemüse, Kräutern und Gewürzen, mit hohem Anteil an Ballaststoffen und Antioxidantien. Ziel bestimmte Stoffwechselwege zu blockieren. Niedriger IGF-1 und Insulinspiegel. Viel milchsauer fermentierte Lebensmittel (Gemüsesäfte, Kombucha), Milchsäure (Kuhl/Fryda). Superfoods wie Rote Bete, Aronia, , Sauerkraut, Matcha, fermentierter Knoblauch, Natto ….
Kein Zucker oder einfache Kohlenhydrate, keine Milchprodukte. 16:8 + Phasenweise Kalorienrestriktion! Keine Snacks zwischen den Malzeiten. Letzte Mahlzeit 18 Uhr. Gelegentlich Blutzucker Dauermessung Range 70-130, Durchschnitt 95 (03-2026). Basisches Trinkwasser 2g Natriumbicarbonat in MR Kapseln. Brotdrunk/Milchsäure, 21% Milchsäure HRM 3x1EL. Phytoöstrogene durch Sojaprodukte, Tofu, Tempeh. Über den Tag: 30g Leinsamen gemahlen. 10 G Flohsamenschalen, Walnusskerne. Getränke: Stilles Wasser, Kaffee schwarz, max. 3 Tassen, Tee aus Zimt, Ingwer, Süßholz, Cayenne. Milchsauer fermentierte Gemüsesäfte, etwa rote Bete, Am Abend: Tee aus Ingwer / Artemisia.
Säule 2: Phyto- und Mikronährstoffe:
Dieses Protokoll verwendet gut bioverfügbare, hoch dosierte Pflanzenextrakte mit hohem Phytoöstrogengehalt, kombiniert mit entzündungshemmenden Verbindungen sowie anderen natürlichen Substanzen, die das Immunsystem stärken bzw. bestimmte Signalwege des Tumors blockieren. Unter anderem werden zu den jeweils besten Zeiten und in synergistischer Kombination die folgenden NEM substituiert: Biobran, Prostasol, Imusan, Berberin, Bromelain 7500 FIP, Vitamin C/Lysin, D3/K2, Curcumin (BCM-95), EGCG, Omega 3, Lycopin, Resveratrol, Astaxanthin, Brokkoliextrakt/Sulphoraphan, Pilzextrakte (ABM, Rheisi, ShiiTake, Chaga), Sägepalme- Kürbiskernextrakt, Soja Isoflavone, Wild YAM Extrakt.(176 mg Diosgenin). Modifiziertes Zitruspektin, Artemisinin, Galaktose, Stevia. Bei den NEM wird auf hohe Dosierung und Zubereitung in der bestmöglichen Bioverfügbarkeit geachtet!
Säule 3: Entspannung, Meditation, Visualisierung nach Simonton:
Wichtig ist auch die psychische/mentale Komponente einer ganzheitlichen Krebstherapie. Meditations-, Visualisierungs- und Entspannungsübungen, beispielsweise nach Simonton, haben sich bewährt und haben teilweise ganz erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Verschiedene Autoren beschreiben die Macht des Unterbewusstseins und unserer täglichen Glaubenssätze und viele Fallgeschichten zeigen die Macht unseres Geistes. Nur wenn man Bilder und Vorstellungen in die erwünschte Richtung lenkt kann man sicher sein dass man mit unbewusst negativen Bildern und Vorstellungen keinen Schaden anrichtet.
Säule 4: Körperliche Aktivität / Bewegung
Vitalstoffe und Sauerstoff kommen vermehrt dann in unsere Zellen, wenn unser Organismus maßvoll gefordert wird. Deshalb ist regelmäßiges körperliches Ausdauer- und leichtes Krafttraining wichtig. Neben einer tiefen Atmung wird gleichzeitig auch die Verdauung, der Zuckerstoffwechsel und die hormonelle Gesundheit gefördert. Das psychische Befinden bessert sich und ich kann beim Laufen in der Natur Sonne und Lebensenergie tanken.
Säule 5: Umgebungs- und andere Bedingungen wie Schlafplatz, Herbelastungen (Zahn/Kieferherde, Mandeln, Narben)
In diesen Bereichen gibt es von vielen Autoren Berichte über Korrelationen von bestimmten geologischen Besonderheiten in Verbindung mit der Krebshäufigkeit im jeweiligen Haus. Hierbei muss im Wesentlichen der Schlafplatz betrachtet werden. Er sollte möglichst „clean“ sein um eine gute und nachhaltige Erholung zu ermöglichen, wie es erforderlich ist wenn man gesund bleiben oder werden will. Herbelastungen (Zahn/Kieferherde, Mandeln, Narben) wurden von verschiedenen Krebsmedizinern (etwa Dr. Issels) immer wieder als wesentliche Blockade für das Immunsystem gesehen und Ursache dafür wenn keine ergriffene Therapie zu einer Besserung führte.
Anmerkung: Von den Methoden und Verhaltensweisen der genannten Säulen kann man nur dann positive Effekte und einen Einfluss auf das Krebsgeschehen erwarten, wenn man sie möglichst kombiniert und konsequent als neue Gewohnheiten in sein Leben integriert. Wer nur halbherzig an „die Sache“ rangeht und sich unterbewusst ohnehin nicht viel davon erwartet, der kann es aus meiner Sicht eigentlich gleich lassen.
Einige zusätzliche Hinweise und Expertenaussagen zu unterschiedlichen Aspekten
Aussage Prof. Bert Pfeiffer (Aesculap Klinik) zum Thema Biopsien bei Prostatakrebs:
Jede Nadelbiopsie einer verdächtigen Läsion in der Prostata birgt das Risiko, dass Krebszellen in den Lymph- und/oder Blutkreislauf gelangen. Diese entfernten Prostatakrebszellen können von den Zellen des Immunsystems entfernt werden, aber sie können sich auch in Lymphknoten, im Knochen und in anderen Teilen des Körpers des Patienten ansiedeln und auf eine gute Gelegenheit warten, eine Kolonie zu gründen, die man in diesem Fall als Metastasierung bezeichnet. Bis wir Prostatakrebs mit anderen Mitteln, wie z. B. der „Flüssigkeitsbiopsie“ aus einer Blut- oder Urinprobe, besser diagnostizieren können, bleibt das diagnostische Standardverfahren heute die Nadelbiopsie in der Prostata, entweder über den Enddarm oder den perinealen Zugang.
Diese Gewebeentnahme umfasst oft 12 und mehr Biopsienadel-Durchgänge durch die verdächtigen Prostataläsionen. Wenn die Läsion tatsächlich krebsartig ist, ist es üblich, dass Hunderttausende von Prostatakrebszellen in die Lymphgefäße und/oder den Blutkreislauf gelangen. Wir haben die Ausbreitung dieser Krebszellen nach einer Prostatabiopsie bei vielen Patienten mit PCR-Technologie gemessen, die 1 Prostatakrebszelle in etwa 10 Millionen Blutzellen finden kann. Einige Patienten hatten mehrere Wochen nach der Biopsie extrem hohe Zahlen von bis zu 50 Millionen abgelösten Prostatakrebszellen.
Die Medizin verteidigt sich und betrachtet die ins Blut ausgeschwemmten Krebszellen nicht als Risiko, da diese ja nicht gleichzusetzen wären mit Metastasen. Das ist sicher richtig. Aber ebenfalls bekannt ist, dass derartige Tumorzellen sich irgendwo am Zielort einnisten (Lymphe, Knochen) und quasi in einen Ruhezustand verfallen können. Aus dem können sie jederzeit aufwachen und Metastasen bilden, wenn entsprechende günstige Bedingungen herrschen. Die konnte man in den letzten Jahren massiv als Folge einer COVID-19 Infektion oder einer COV-19 Impfung beobachten. Wer also eine Biopsie der Prostata machen will (aus welchem Grund auch immer), der sollte unbedingt einige Wochen vorher sein Immunsystem und seine innere Krebsabwehr auf Fordermann bringen.
Zur Frage von genetischen Tests in Bezug auf Prostata-CA
In einer Situation, in der für eine aggressive Tumorgenetik keine besser und nachhaltiger wirksamen Therapien zur Verfügung stehen wie derzeit, bringt es wenig, wenn man durch solche teuren genetischen Testungen oder riskante Biopsien herausfindet, wie aggressiv der Prostata-Krebs ist. Meist kann man dies ebensogut an der PSA-Verdopplungszeit ablesen. Wer auf diese Weise die Dynamik des Tumorgeschehens oder das Anschlagen bestimmter Therapieansätze erkennen will, der sollte mit einer XLS Tabelle seine PSA-Verdopplungszeit beobachten, sowie einmal im Jahr eine bpMRT der Prostata durchführen lassen.
- Falls der PSA-Wert signifikant steigt, ist ein PSMA-PET/CT der Goldstandard, um genau zu sehen, was passiert
Hinweise zu Artemisinin bei PCA: Artemisinin wird beim Prostatakarzinom (PCA) oft im sogenannten Puls-Schema eingesetzt, um die Rezeptorsensitivität zu erhalten und Nebenwirkungen zu minimieren.
- Puls-Schema (PCA-spezifisch): In Fallserien wurde eine Hochdosis-Therapie von 300–400 mg dreimal täglich (oral) im Wechselrhythmus untersucht: eine Woche Einnahme, gefolgt von einer Woche Pause.
- Alternative Dauertherapie: Andere Protokolle nutzen 200 mg pro Tag kontinuierlich oder 500 mg pro Tag über 2–4 Wochen mit anschließender Pause.
- Wichtig: Da Artemisinin über Eisen-Reaktionen wirkt (Ferroptose), wird es oft zeitversetzt zu starken Antioxidantien eingenommen, um die oxidative Wirkung im Tumor nicht zu verringern.
Hier eine Aussage, über die man genau nachdenken muss (aus „Prof. Seyfried: Krebs als Krankheit des Stoffwechsels: Über die Ursache, Behandlung und Prävention von Krebs: „Wenn man einen Tumor nimmt und sich die Zellen dieses Tumors einzeln betrachtet – dann hat fast jede Zelle in diesem Tumor ein anderes genetisches Profil. Dass zwei Zellen exakt dieselbe Mutation hat, kommt kaum vor. Das haben Forschungen gezeigt, immer und immer wieder. Aber: Jede einzelne Zelle in diesem Tumor hat einen Stoffwechsel, der auf Fermentation läuft (Glucose und Glutamin). Jetzt stellt sich die Frage: Wäre es sinnvoller, sich auf das Problem zu fokussieren, dass jede Krebszelle aufweist (nämlich den Fermentationsstoffwechsel)? Oder macht es mehr Sinn, seine Forschung auf die genetischen Unterschiede zu richten? Ich würde mal sagen, die Antwort ist klar! Der Brennpunkt der Forschung sollte eindeutig sein, den Fermentationsstoffwechsel zu untersuchen und was es damit auf sich hat!“
Affirmationen für eine gesunde Prostata – Programme für dein Unterbewusstsein
„Jeder Tropfen und jedes Gramm meiner Nährstoffe sind präzise Boten der Heilung. Curcumin, Artemisinin und die Kraft der Algen fließen wie ein reinigender Strom durch meine Blutbahnen. Sie finden jede Zelle, die aus der Reihe tanzt, und laden sie ein, in die Harmonie der Ordnung zurückzukehren. Mein Körper ist ein hochintelligentes Feld aus Licht und Gesundheit, in dem Unregelmäßigkeiten einfach verblassen. Meine Prostata wird glatt, fest und jung, während mein Geist die absolute Kontrolle über diesen Prozess behält.“
„In jeder Sekunde arbeitet meine körpereigene Intelligenz mit absoluter Präzision. Mein Immunsystem erkennt jede Unregelmäßigkeit und wandelt sie mit Ruhe und Kraft um. Meine Prostata wird von weichem, gesundem Licht durchflutet, das jede Zelle harmonisiert, glättet und in ihren jugendlichen Urzustand zurückführt. Ich bin der Architekt meines Stoffwechsels, und mein Körper baut heute an einem Tempel der Vitalität und Heilung.“
„In mir existiert das Wissen um vollkommene Gesundheit. Jede Zelle meines Körpers erinnert sich jetzt an ihren ursprünglichen, gesunden Bauplan. Mein Stoffwechsel ist eine unbezwingbare Festung der Ordnung. Während ich atme, weichen alle alten Strukturen und machen Platz für jugendliche Kraft und Klarheit. Ich bin der souveräne Leiter meiner Heilung, getragen von der Weisheit meiner Gene und der Schlagkraft meines Handelns. Meine Prostata ist heil, mein Geist ist frei, mein Weg ist sicher.“
Buchtipps – weiterführende Literatur zur Stoffwechsel-Onkologie:
Thomas Seyfried: „Cancer as a Metabolic Disease“ – Eine wissenschaftliche Basis für einen metabolischen Therapie-Ansatz.
Carl Simonton: „Wieder gesund werden“ – das Standardwerk für Ihre Visualisierungspraxis.
Kelly Turner: Hoffnung auf ein krebsfreies Leben: Die 10 Schlüsselfaktoren der Heilung – Geschichten von geheilten Menschen, die Mut machen“ von „Kelly A. Turner – Analyse von Patientengeschichten, wo die Betroffenen gegen alle medizinischen Erwartungen gesundeten. Kernaussage: „Als ich Menschen befragte, die eine sogenannte Spontanremission erlebt hatten, wurde mir schnell klar, dass »spontan« nicht der richtige Begriff dafür war. Diese Überlebenden sprachen vielmehr davon, dass sie signifikante Veränderungen im Lebensstil und Gefühlszustand vorgenommen hatten, um zu heilen. Ihre sogenannten Wunderheilungen geschahen, weil sie Körper, Geist und Seele einem radikalen Wandel unterzogen hatten, und zwar dauerhaft. Sie stellten ihr ganzes Leben auf den Kopf. In der Forschung von Kelly Turner werden oft genau die Faktoren eines ganzheitlichen – Ernährung, mentale Haltung, Veränderung des Lebensumfelds – als die entscheidenden Gemeinsamkeiten der „Krebs-Survivor“ identifiziert.
Weiterführende Links und zentrale klinische Studien:
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ProtecT-Studie (15 Jahre): Lane et al. (2023) – NEJM – Belegt, dass Monitoring beim Überleben mit OP/Bestrahlung gleichzieht.
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PIVOT-Studie (20 Jahre): Wilt et al. (2017) – NEJM – Zeigt keinen signifikanten Überlebensvorteil der OP bei vielen Patientengruppen.
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Ornish-Studie (Lifestyle): Ornish et al. (2005) – Journal of Urology – Beweist den Einfluss von Ernährung und Stressmanagement auf den PSA-Wert.
Joe Tippens Protokoll Fenbendazol / Mebendazon, Ivermectin <https://www.onedaymd.com/2024/07/fenbendazole-frequent-questions-answered-things.html>
Anmerkung / Discaimer / Haftungsausschluss: Ich habe keinerlei kommerziellen Interessen. Ich erzähle auf dieser Seite über meine persönliche Sicht der Dinge und über meine eigenen Erfahrungen. Ich bin weder ein Arzt noch berate ich zu medizinischen Angelegenheiten. Die Informationen in diesem Dokument dienen ausschließlich meiner eigenen Dokumentation und Bildungszwecken in Bezug auf experimentelle Vorgehensweisen. Wenn Sie eine Behandlung oder medizinischen Rat benötigen, wenden Sie sich bitte an einen kompetenten und vertrauenswürdigen Arzt oder Heilpraktiker. Es handelt sich hier nicht um Empfehlungen oder Ratschläge, die ich anderen gebe. Jeder muss selbest wissen, was er tut und die Verantwortung dafür übernehmen. Im Übrigen gebe ich zu bedenken, dass man auch dann die Verantwortung vollständig selbst trägt, wenn man seinem Urologen oder Onkologen folgt ;-). Der Arzt wird diese nicht übernehmen, auch dann nicht, wenn die Therapien, die er Ihnen nahegelegt hat, nicht funktioniert haben.
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