Selen gegen Lymphödeme

15. März 2007

Die Behandlung mit Natriumselenit verringert bei Patienten mit Mundboden- und Zungengrundkarzinom die Bildung von Lymphödemen. Das hat eine randomisierte Placebokontrollierte Studie der Chirurgischen Uniklinik Dresden gezeigt. (Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2006;38: 87–92). Nachblutungen werden verhindert. Ähnliche Ergebnisse brachte eine Studie
aus der Klinik für HNO-Erkrankungen im Südharz-Krankenhaus Nordhausen. Dort erhielten Patienten mit Kopf- Hals-Tumoren nach Radiochemotherapie acht Wochen lang dreimal täglich 200 mg Selen. Die Ödeme gingen damit deutlich zurück. Bei den meisten wurde ein Luftröhrenschnitt überflüssig. Auch Lymphödeme an Armen und Beinen, die häufig nach der Operation von Brust- oder Hodenkrebs vorkommen, gehen durch Selen zurück. Bei über der Hälfte der Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren und bei bis zu 30% der Brustkrebspatientinnen bilden sich Lymphödeme. Bei Ödemen im Bereich des Kopfs oder des Halses gab es bisher kaum eine Therapie.

Hinweis: Wussten Sie dass Paranüsse die mit Abstand ergiebigste natürliche Selenquelle sind? Paranüsse enthalten bis zu 2000 Mikrogramm/100gr natürlich eingebundenes und deshalb sehr gut bioverfügbares Selen. Selen ist für den Menschen und die meisten Tiere ein essentielles, d.h. unerläßliches mit der Nahrung zuzuführendes Spurenelement. Die Wichtigkeit des Selens als Spurenelement ist hinreichend bekannt und braucht in diesem Zusammenhang nicht erörtert zu werden.

Jedoch haben nach Analysen nicht alle Herkünfte einen hohen Selengehalt. Insbesondere die die Kerne aus einem bestimmten Gebiet im Urwald Boliviens zeichnen sich durch einen regelmässig hohen Selengehalt aus.

Gegenüber der Selenhefe hat die Paranuß den Vorteil, daß ihr Selen praktisch ausschließlich als Selenocystathionin vorliegt. Diese Aminosäure ist der direkte biologische Vorläufer des Selenocysteins, das die einzige Form des Selens ist, die der Körper benötigt und anwenden kann. Anders als das Selenomethion kann Selenocystathionin nicht in Proteine eingebaut werden, und trägt damit Bedenken Rechnung, die deutsche und europäische Autoritäten gegenüber der Verwendung selenomethioninhaltiger Nahrungsergänzungmittel vorgebracht haben. Der Körper kann nämlich aus dem Selenocystathionin so viel Selenocystein syntethisieren als er benötigt, eine ungeregelte Seleneinlagerung in Proteine findet nicht statt.

Selenhaltige Paranußkerne sind somit nicht nur die natürlichsten aller Selenquellen, sie sind auch die physiologisch vorteilhaftesten.

Inhaltsstoffe des Granatapfel bremsen Prostata- und Brustkrebs

15. März 2007

Prostatakrebs-Patienten können offenbar ihren PSA-Wert wesentlich länger stabil halten, wenn sie täglich ein Glas Granatapfelsaft trinken. In einer US-Studie verlängerte das Getränk den Zeitraum, in dem sich der Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) verdoppelte, um 39 Monate auf die vierfache Zeit. Der PSA-Wert gilt als der wichtigste Verlaufsindikator bei Prostatakrebs. Je langsamer der PSA-Wert steigt, desto besser die Prognose und Lebenserwartung. Alle Patienten der Studie hatten trotz vorheriger Operation oder Bestrahlung wieder steigende PSA-Werte, was ein Fortschreiten der Krankheit bedeutet. Während vor dem Verzehr des Granatapfelsafts die durchschnittliche Verdoppelungszeit des PSA-Wertes bei etwa 15 Monaten lag, verlängerte der tägliche Konsum von einem Glas Granatapfelsaft die Spanne auf 54 Monate, berichtete im Juli 2006 das Team um Allan Pantuck von der University of California in Los Angeles im Journal “Clinical Cancer Research”. Dies sei zwar keine Heilung, der Saft habe aber offenbar großen EinFluss auf das Tumorwachstum, betont Studienleiter Pantuck. Ähnliche Effekte konnten bereits in zahlreichen früheren Studien nachgewiesen werden, doch dies war die erste Phase-II-Studie, die die krebshemmende Wirkung sehr eindrucksvoll an Krebskranken aufzeigte. Das Getränk schlug bei über 80 Prozent der 48 Teilnehmer an.

Die Synergie von antioxidativen, antientzündlichen und antiöstrogenen Inhaltsstoffen

Als erster erkannte der israelische Arzt und Wissenschaftler Dr. Ephraim Lansky die besondere Wirkung des Granatapfels bei Prostatakrebs. In zahlreichen Forschungsarbeiten hat er die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf dieses Thema gelenkt. Lansky konnte auch nachweisen, dass es nicht um einzelne chemische Verbindungen im Granatapfel geht, sondern vielmehr um das Zusammenspiel und die gegenseitige Verstärkung (Synergie) der Gesamtheit der Inhaltsstoffe mit antioxidativer, antientzündlicher und antiöstrogener Wirkung. Aus diesem Grund rät er auch davon ab, auf einen Inhaltsstoff standardisierte Präparate (z. B. 40% Ellagsäure) aus Samen und Schale zu verwenden. Für diese Präparate wurden nie die besonderen Wirkungen des Granatapfelsaftes nachgewiesen.

Der Granatapfel kann vor Brustkrebs schützen

Im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts (Kim, Lansky und Kollegen, 2002) zeigte sich, dass die die Polyphenole aus dem Saft auch eine antiöstrogene Wirkung haben. Dieser Effekt war am deutlichsten in seiner fermentierten Form. Und es zeigte sich auch, dass der Granatapfel in der Lage ist, das Schlüsselenzym Aromatase zu blockieren und so die Östrogensynthese im Fettgewebe zu senken. Neben der antioxidativen Wirkung der Polyphenole waren es die antiöstrogene Wirkung, die sich so wirkungsvoll gegen Brustkrebs erwies. Der Granatapfel wirkt sowohl als schwaches pflanzliches Östrogen und lindert dadurch Wechseljahresbeschwerden als auch antiöstrogen und schützt so vor Brustkrebs.

Überzeugende Studienlage

Zum Granatapfel sind in den letzten Jahren über 150 positive wissenschaftliche Studien in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Danach bekämpft der Granatapfelsaft Herz-Kreislauf-Erkrankungen und senkt den Blutdruck. In einer kontrollierten Doppel-Blind Studie an 45 Teilnehmern mit Koronarer Herzkrankheit konnte z. B. bereits nach 3 Monaten eine um 17% verbesserte Durchblutung des Herzmuskels festgestellt werden. Die Zahl der Angina-Pectoris-Anfälle halbierte sich. Der Saft hat auch eine anti-entzündliche Wirkung, was insbesondere Gelenkbeschwerden bei Arthritis lindern kann. Er kann wirkungsvoll die Entwicklung von Alzheimer-Demenz hemmen und – wenn die Mutter in der Schwangerschaft Granatapfelsaft trinkt – schützt er Neugeborene vor Gehirnschäden. Kein Wunder, dass im Osten der Granatapfel seit Jahrtausenden als Symbol der Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit gilt und bis zum Mittelalter auch das Wappenzeichen zahlreicher Ärzteschaften in ganz Europa war.

Simonton Training – mehr Lebensqualität und Lebenszeit

15. März 2007

Vor über 30 Jahren beobachtete Dr. Simonton – zusammen mit seiner Frau, der Psychologin Stephanie Matthew Simonton – dass es einigen Krebskranken trotz ihrer schweren Krankheit erstaunlich gut ging, während andere, die bei weitem nicht so schwer erkrankt waren, viel mehr litten. Carl und Stephanie Simonton fanden heraus: Patienten, die aktiv an ihrem Heilungsprozess mitwirken, geht es besser. Das Ehepaar erarbeitete daraufhin Methoden, mit denen Patienten wieder Zugang zu ihrem Inneren bekommen. Die Patienten lernen das Simontontraining – also, sich selbst besser wahrzunehmen und sicher mit ihren Gefühlen umzugehen. Dabei richten sie den Blick nicht so sehr auf das, was ihnen gerade Kummer bereitet und Angst macht, sondern auf Ziele, die ihr Leben mit Sinn erfüllen. Diese Ausrichtung auf Positives hebt die Stimmung, motiviert und gibt Kraft, um an den vorhandenen Hindernissen zu wachsen.
Das Simonton-Training gehört zu den klassischen Methoden in der psychoonkologischen Begleitung von Krebspatienten. Zahlreiche Studien bestätigen, dass solche Trainings einen messbaren Erfolg haben: Die Patienten leben länger und mit mehr Lebensqualität.

Die Psyche des Krebskranken ist ein entscheidender Faktor wenn es um die positive oder negative Entwicklung bei einer fortgeschrittenen Krebs geht. Diesem Aspekt wird in der heutigen schulmedizinischen Betrachtungsweise der Krankheit nach wie vor wenig bis keine Bedeutung beigemessen.

Atemübung für mehr Lebensenergie

15. März 2007

Die folgende Übung ist ein Einstieg in die Wahrnehmung unserer bewussten Atmung. Sie kann überall praktiziert
werden. Sie bringt Entspannung und steigert die Energie

Anleitung:
Nimm ganz bewusst vier kurze, leichte Atemzüge durch die Nase, zügig und ohne Pause.
Lass den fünften Atemzug merklich tiefer gehen – über Unterbauch, Brustkorb bis in die Lungenspitzen und hinauf zum Schlüsselbein. Wiederhole 4 kurze Atemzüge und den fünften langen Atemzug. Wiederhole die Übung bis zu 20 Mal.
Wenn du lieber nicht zählen möchtest, nutze deine Hände: Tippe bei jedem der vier kurzen Atemzüge mit dem

Daumen, Zeigefinger, Mittel-, Ring und kleinem Finger. Beim fünften, langen Atemzug öffne die Hand und atme tief durch.

Qigong fördert Selbstheilungskräfte

15. März 2007

Guolin-Qigong ist eine in China entwickelte Übungsfolge, die zum medizinischen Qigong der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört und hauptsächlich bei Krebserkrankungen angewendet wird. Es sind Bewegungsübungen, die – mit einer besonderen Atemtechnik verbunden – die Selbstheilungskräfte des Menschen fördern. Die Chinesin Prof. Guo Lin entwickelte diese Technik des Qi-Atmens als Krebstherapie aus alten buddhistischen und daoistischen Übungen, nachdem sie selbst im Alter von 40 Jahren an metastasierendem Unterleibskrebs erkrankt war. Sie heilte sich mit dieser Therapie selbst und lebte noch knapp 40 Jahre ohne je wieder an Krebs zu erkranken. Prof. Guo Lin gab ihre Erfahrungen an viele Patienten weiter. Die Übungen, die sie auf die Situation von Krebsbetroffenen abgestimmt hatte, können auch von Menschen mit schlechtem Gesundheitszustand ausgeführt werden. Im Mittelpunkt stehen Atemübungen im Freien, das so genannte Windatmen im Gehen, und die Konzentration des Geistes durch Visualisierung und Loslassen aller Gedanken. Durch die vorgeschriebene Bewegungsabfolge entfalten sich die Selbstheilungskräfte im Körper optimal.
Geübt wird täglich unter freiem Himmel. Es empfiehlt sich eine individuell mit einer Qigong-Lehrerin oder einem -Lehrer abgestimmte Übungszeit. Je nach Gesundheitszustand und Art der Erkrankung wird zwischen einer und drei Stunden täglich geübt. Bei schwachen Körperkräften oder für die Zeit im Krankenhaus können spezielle Übungen auch in Räumen ausgeführt werden. Guolin-Qigong ist vor allem in China sehr verbreitet, es wird in vielen Kliniken von Krebspatienten praktiziert und ist nach neueren Untersuchungen der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin in Peking die wirkungsvollste Qigong-Anwendung bei Krebserkrankungen. 95% der an Krebs erkrankten Chinesen üben Guolin-Qigong. Seit 1984 ist es vom Chinesischen Gesundheitsministerium als medizinische Qigong-Übung anerkannt. Studien aus Kanada und USA belegen die hohe Wirksamkeit. Die Wirkung des Guolin-Qigong basiert auf der Aktivierung körperlicher Energie und einer Stimulierung der Energieleitbahnen, der so genannten Meridiane. Dadurch werden nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin die Immunkräfte gestärkt. Die Windatmung wirkt wie eine Sauerstofftherapie, belebt den Körper und erhöht die Zellatmung. Der Körper wird stärker durchblutet und der Kapillarkreislauf gestärkt. Krebszellen mögen keinen Sauerstoff, durch die Übungen wird die Durchblutung in allen Geweben verbessert. Das fördert auch die Entgiftung. Die Übungen führen außerdem zu einer emotionalen Stabilisierung und helfen den Patienten auf ihrem Weg der Heilung. Die täglichen Qigong-Übungen im Freien werden nach einiger Zeit zu einer Quelle immer neuer Erfahrungen. Es ist ohnehin gesundheitsfördernd, täglich bei jedem Wetter an der frischen Luft zu sein. Die Abneigung gegen schlechtes Wetter schwindet mit den Übungen schon bald zu Gunsten einer viel differenzierteren Naturwahrnehmung. Die Jahreszeiten, Gerüche, Geräusche und die Farben der Natur werden intensiver empfunden, die energetische Beschaffenheit der Umwelt sensibler wahrgenommen. Dies sind die positiven Begleiteffekte einer deutlichen Verbesserung des körperlichen und emotionalen Wohlbefindens.
(Quelle GfbK Impulse 04-2006)

Enzyme in der Krebstherapie

15. März 2007

Die Redifferenzierungstherapie
Immer wieder gibt es neue vielversprechende Ansätze zur Behandlung von Krebs. Viel beachtet wird zur Zeit die Redifferenzierungstherapie nach Dr. Kremer. Der Molekularforscher führt die Entwicklung einer Krebszelle auf Zellstress
zurück, der beispielsweise durch freie Radikale ausgelöst wird. Sein Behandlungskonzept hat das Ziel, Krebszellen
in normale Zellen zurück zu verwandeln statt sie zu zerstören. In klinischen Studien konnte Dr. Kremer bereits zeigen, dass
es möglich ist, die Entwicklung einer gesunden Zelle zu einer Krebszelle umzukehren. Die bisherigen Ergebnisse sind
ermutigend, müssen aber noch weiter untersucht werden. Das betrifft vor allem die Frage einer sinnvollen Dosierung
der verwendeten Wirkstoffe.

Wenn sich eine gesunde Zelle zur Krebszelle entwickelt, verliert diese die Fähigkeit zum Selbstmord. So wird eine Krebszelle also nahezu unsterblich. Früh genug angewendet, kann die Redifferenzierungstherapie diesen Prozess aufhalten. Das macht dieses Verfahren sowohl in der naturheilkundlichen Behandlung als auch in der begleitenden konventionellen Behandlung interessant.
In der konventionellen Behandlung kommt es immer wieder vor, dass chemotherapeutische Medikamente nicht wirken, weil die Krebszellen unempfindlich dagegen geworden sind. Solche Resistenzen können mit der Redifferenzierungstherapie durchbrochen werden.

In dieser Therapie werden natürliche Substanzen eingesetzt, die in der naturheilkundlichen Krebsbehandlung schon lange bekannt sind: Curcumin (Gelbwurz), Quercetin, Glutathion und Bromelain (Ananasenzym). Curcumin schützt gesunde Zellen vor Entartung. Es erhöht außerdem die Fähigkeit der Zellen, Radikale unschädlich zu machen. Quercetin wirkt auf die Regulation des Zellzyklus, der in jeder Zelle abläuft, wenn sie sich teilt. Es ist der best untersuchte Wirkstoff in diesem Therapiekonzept. Glutathion ist ein so genanntes Co-Enzym und zählt zu den wichtigsten Antioxidantien, durch die freie Radikale unschädlich gemacht werden. Glutathion kann das Tumorwachstum bremsen und die Gefahr von Rückfällen verhindern. Bromelain regt Krebszellen zur Redifferenzierung an und ermöglicht ihnen damit wieder, sich selbst zu zerstören. Außerdem verstärkt es die Leistung von wichtigen Abwehrzellen.

Vitamin C wirkt gegen Krebs

15. März 2007

Offensichtlich hatte Nobelpreisträger Linus Pauling doch recht: Vitamin C in hoher Dosierung wirkt auch gegen Krebs. Inzwischen
gibt es einige Studien, die seine Arbeiten belegen. Man spürt es nicht und es tut nicht weh: Das Tückische an einem Vitamin-
C-Mangel ist, dass man ihn lange nicht bemerkt. Krebspatienten leiden besonders häufig an Vitamin-C-Mangel, aber die meisten wissen es nicht.
Besonders nach einer klassischen Behandlung mit Operation, Strahlen oder Chemotherapie ist der Verbrauch an Vitamin C, aber auch an anderen Antioxidantien so hoch, dass der Spiegel unter die Nachweisgrenze sinken kann. Jeder 30. Krebspatient
entwickelt sogar die Vitamin-C-Mangel-Erkrankung Skorbut, an der früher Seefahrer erkrankten, die monatelang ohne frisches Obst und Gemüse auskommen mussten.
Diese Mangelerscheinungen lassen sich beispielsweise durch eine Hochdosis Vitamin-C-Infusion vermeiden. Außerdem verbessert sich dadurch die Lebensqualität der Patienten deutlich. Das belegt eine Studie an 788 Brustkrebspatientinnen, in der 409 Frauen nach der Operation zusätzlich zur konventionellen Behandlung 7,5 g Vitamin C erhielten, das in der Regel ein bis zweimal pro Woche über
einen Zeitraum von 6 Monaten injiziert wurde. Die anderen 379 Patientinnen bildeten die Kontrollgruppe. Die Ergebnisse sprachen eindeutig für die Vitamin C-Behandlung: Diese Patientinnen waren in einem besseren Allgemeinzustand und auch ihr psychisches Befinden war deutlich besser.
Die Geschichte von Vitamin C in der Krebstherapie beginnt in den 70-er Jahren als Cameron und Pauling berichteten, dass hoch dosiertes Vitamin C die Überlebenszeit von Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung verlängert. Den Patienten wurden 10 g Vitamin C pro Tag gespritzt. Wie so oft wurde auch diese Studie wegen ihres Aufbaus heftig kritisiert: Die Patienten, welche
das Vitamin C erhielten, waren nicht zufällig bestimmt worden (keine Randomisierung). Außerdem äußerten Kritiker Zweifel an der Vergleichbarkeit mit der Kontrollgruppe.

Daraufhin führte kurze Zeit später die Mayo-Klinik zwei Studien durch, in der ebenfalls 10 g Vitamin C gegeben wurden. Diese Studie entsprach den Kriterien der Kritiker. Die Ergebnisse zeigten hier aber keine Wirkung des Vitamin C gegen Krebs, sie standen im Widerspruch zu der vorangegangenen Studie. Allerdings gab es einen entscheidenden Unterschied: Cameron und
Pauling hatten das Vitamin gespritzt und damit den Magen-Darm-Trakt umgangen, die Studien der Mayo-Klinik waren mit Vitamin-C-Präparaten zum Schlucken durchgeführt worden. Diese Ergebnisse bestätigen Vermutungen, wonach hoch dosiertes Vitamin C gespritzt werden muss, um eine Wirkung gegen Krebs zu entfalten, denn die Kapazität des Darms zur Aufnahme
von Vitamin C ist begrenzt (siehe Dosierungsempfehlung). Eine Studie von Levine hat außerdem gezeigt, dass hoch dosiertes Vitamin C Krebszellen unschädlich macht, während gesunde Zellen unbehelligt bleiben. Das Vitamin wirkt im Tumorgewebe offensichtlich anders als in gesunden Zellen.

Auch in der Vorbeugung von Krebs und anderen chronischen Erkrankungen leistet Vitamin C viel. Hinweise dafür lieferte eine epidemiologische Studie aus dem Jahr 2001 (Khaw, Bingham et al. 2001). In dieser Studie wurden bei 20 000 Männern und Frauen die Vitamin-C-Spiegel erfasst und über einen Zeitraum von 4 Jahren in Beziehung zur Sterblichkeitsrate gesetzt.
Hier zeigte sich ein Zusammenhang zur Vitamin-C-Konzentration im Blut: Die Krebssterblichkeit lag bei Männern mit hohem Vitamin-C-Spiegel insgesamt niedriger. Bei Frauen war das Ergebnis etwas weniger deutlich ausgeprägt. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Frauen häufig an hormonabhängigen Tumoren wie Brust- oder Eierstockkrebs erkranken. Andere Ursachen für die Krebsentstehung sind bei Frauen möglicherweise seltener. Wie man heute weiß, verhindert Vitamin C nicht nur die Mangelerkrankung Skorbut, es ist auch Teil des körpereigenen antioxidativen Schutzsystems, über das in letzter Zeit immer öfter berichtet wird. Hier hat es die Aufgabe, so genannte freie Radikale unschädlich zu machen, die sonst wichtige biologische Substanzen und die Zellen selbst schädigen sowie Entzündungen begünstigen.
Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C – Vitamin C kommt im menschlichen Organismus als Ascorbation vor. Der Körper kann Vitamin C
nicht selbst herstellen. Es ist ein so genannter essentieller Nährstoff, der aus der Nahrung aufgenommen werden muss. Reines Vitamin C wird vom Organismus schneller wieder ausgeschieden als natürliches, beispielsweise jenes aus der Acerola-Kirsche. Wirklich gutes Vitamin C hat seinen Preis. Allzu billige Produkte aus China stehen in Verdacht, mit Schwermetallen verunreinigt zu sein.
Wer zwischen Kapseln und Tabletten wählen kann, sollte sich für Kapseln entscheiden, sie enthalten weniger Hilfsstoffe. Im Idealfall wird die Vitamin-C-Gabe gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt. Neuerdings gibt es so genannte „time-released“ Präparate, sie sind jedoch zu niedrig dosiert. Für eine Hochdosis-Behandlung sollte das Vitamin C injiziert werden.

Vitamin C in der Nahrung
Besonders viel Vitamin C enthalten: Orangen, schwarze Johannisbeeren, Kiwi und Papaya sowie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl und Paprika. Kochen zerstört das hitzeempfindliche Vitamin C: Wählen Sie schonende Garmethoden mit wenig Hitze wie
Dämpfen oder Dünsten. Bereiten sie das Gemüse erst unmittelbar vor dem Kochen zu, denn Licht und Sauerstoff sind ebenfalls schädlich. Auch Fleisch enthält Vitamin C: Rinder- oder Schweineleber enthalten etwa ebenso viel Vitamin C wie Tomaten und immerhin halb so viel wie Orangen – nämlich rund 25 mg/100 g.

Wie viel Vitamin C für wen?
Der Tagesbedarf von Gesunden liegt bei 150 mg, während eines akuten Infekts sind 500 mg pro Tag sinnvoll. Während oder nach Chemo- oder Strahlentherapien kann der Bedarf auf mehrere Gramm pro Tag ansteigen. Vitamin C ist zwar wasserlöslich und wird wieder ausgeschieden. Trotzdem sollte es in hoher Dosierung über einen längeren Zeitraum nur in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten eingenommen werden.

Darmsanierung und Symbioselenkung schütz und hilft!

15. März 2007

Der Darm mit seiner riesigen Oberfläche (200 – 300 m2) hat eine Doppelfunktion. Einerseits ist er für die Aufnahme der Nahrungsbestandteile und Ausscheidung zuständig, andererseits beherbergt er eine riesige Anzahl von Bakterien, welche als Darmflora die Immunabwehr des gesamten Körpers stimuliert. Den größten Anteil an der Darmflora haben milchsäurebildende Lactobacillen und Bifidusbakterien. Durch viele Einflüsse, wie z.B. falsche Ernährung und Medikamente (Antibiotika, Zytostatika), kann die Darmflora sehr negativ beeinträchtigt werden.

In einem solchen Fall sollten spezielle Fermentprodukte, oder probiotische am besten regelmässig über längere Zeit verwendet werden. Unterstützen kann man seine Bemühungen der “Symbioselenkung” auch durch den Konsum von Kanne Brotdrunk, Eden Moste oder milchsauer eingelegtem Gemüse. Ein für den Erfolg sehr bedeutungsvoller Aspekt der Symbioselenkung im Darm ist “das Futter” für die erwünschten Milchsäurebakterien.

Diesem wichtigen Gesichtspunkt wird derzeit noch zu wenig Bedeutung beigemessen. Mit der Oligofructose Inulin, hergestellt aus der Chicoreewurzel steht uns ein ideales Naturprodukt zur Verfügung. Inulin ist ein Polysaccharid das von den menschlichen Verdauungsenzymen nicht angegriffen werden kann und welches deshalb unverdaut vom Dünndarm in den Dickdarm gelangt. Dort stimuliert es das Wachstum der Bifido-bakterien, die Zucker bzw. Kohlenhydrate verwerten und daraus die erwünschte Milchsäure bilden. Es wirkt dadurch „probiotisch“ und trägt zu einer entscheidenden Verbesserung der Darmflora bei.

So werden schädliche Zersetzungs- bzw. Fäulnissprozesse verhindert, die durch Fehlernährung heutzutage weit verbreitet sind. Dadurch wird nach Untersuchungen auch die Aufnahme von wichtigen Mineralien wie Calzium gesteigert; ausserdem gibt es Hinweise darauf, dass die Triglyceridwerte (Fettsäuren) des Blutes verbessert werden. In verschiedenen Untersuchungsmodellen hat sich eine inulinhaltige Diät sogar als wirksamer Schutz gegen die Entstehung von Dickdarmtumoren erwiesen. Fütterte man Tiere mit Inulin, ging im Darm die Anzahl der Fäulnisbakterien deutlich deutlich zugunsten der Bifido- oder Milchsäurebakterien zurück. Dadurch sinkt die Produktion von Ammoniak, das die Entstehung sowie das Wachstum von Dickdarmtumoren beschleunigt. Es steht zu vermuten dass diese Erkenntnis 1:1 auf den Menschen übertragbar ist. Schon in den 50er Jahren hat Dr. Johannes Kuhl diese Zusammenhänge dargestellt und durch entsprechende Ernährungsrichtlinien bei seinen Patienten eindrucksvolle erfahrungsheilkundliche Erfolge erzielt. Weitere Infos dazu finden Sie in dem nur noch antiquarisch erhältlichen Buchtitel “Schach dem Krebs”

Inulin ist in zahlreichen Gemüsen wie Chicorée, Zwiebel oder Knoblauch in geringen Mengen vorhanden, doch reicht die tägliche Zufuhr über die Nahrung für eine gesundheitsfördernde Wirkung nicht aus. Deshalb ist es günstig Inulin der täglichen Nahrung gezielt beizumischen. Das ist jedoch einfach möglich. Inulin ist als gut lösliches, weitgehend geschmacksneutrales Pulver, beispielsweise bei www.topfruits.de erhältlich. Durch die Kombination aus dem Verzehr von Fermentprodukten und der gleichzeitigen Verwendung des prebiotischen Ballaststoffes Inulin steigert man so den Effekt der Darmsanierung um ein Vielfaches denn die Entwicklung der verschiedenen Kleinlebewesen im Darm wir am stärksten durch das passende Nahrungsangebot bestimmt.

Tee-Extrakt lindert Schäden bei Strahlentherapie

15. März 2007

Aufgüsse aus schwarzem und grünem Tee helfen gegen Rötungen und Entzündungen der Haut, die durch eine
Strahlentherapie ausgelöst werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung an 60 Patienten, die am Universitätsklinikum
Freiburg und an der University of California durchgeführt wurde. Die Patienten wurden wegen verschiedener Tumorerkrankungen bestrahlt, ihre Haut war dadurch gerötet oder entzündet. Die verletzten Stellen wurden mit dem im Krankenhaus üblichen
Hautpflege-Programm sowie zusätzlich mit Tee-Auflagen behandelt. Dabei schnitt grüner Tee deutlich besser ab als schwarzer. Durch die Tee-Umschläge ging die Rötung zurück und die Entzündung heilte deutlich schneller ab. Parallel dazu wurde die Wirkung an
Zell-Kulturen der Patienten getestet. Hier zeigte sich, dass die Tee-Extrakte die Ausschüttung von entzündungsfördernden
Substanzen hemmen konnten. (Quelle GfbK Impulse 01-2007)

Phytoöstrogene schützen vor Lungenkrebs

15. März 2007

Wer reichlich Phytoöstrogene in Form von Soja, Hülsenfrüchten, Leinsamen oder anderem Getreide isst, senkt sein Lungenkrebsrisiko um bis zu 46%. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die den Zusammenhang zwischen Phytoöstrogenaufnahme und dem Risiko für Lungenkrebs untersuchte. (Schabath, Hernandez). Dazu wurden die Ernährungsgewohnheiten von 1674 Patienten mit Lungenkrebs mit denen von 1735 gesunden Menschen verglichen. Über einen Zeitraum von 8 Jahren wurde gefragt, wie der Teilnehmer der Studie sich ernährt hatte. Gleichzeitig wurden die Rauchgewohnheiten erfasst. Dabei wurde festgestellt dass bei Männern andere Phytoöstrogene wirkten als bei Frauen. Der Effekt wirkte sich sowohl bei Rauchern als auch bei Nichtrauchern positiv aus. Insgesamt kommen die Untersuchungen zu dem Schluss. Je mehr Phytoöstrogene mit der Nahrung aufgenommen werden, desto geringer das Risiko für Lungenkrebs. (Quelle GfbK Impulse 01-2007)