Yoga – Harmonie für Körper, Geist und Seele

22. März 2007

Yoga ist eine uralte indische Wissenschaft zur Gesunderhaltung und Harmonisierung von Körper, Geist und Seele, zur Entwicklung der Persönlichkeit und Spiritualisierung des Lebens. Im Yoga gibt es sehr viele praktische Übungen, um den Körper gesund und vital zu erhalten, das Immunsystem zu stärken, Konzentration und Selbstvertrauen zu entwickeln und zu tiefer Regeneration und Entspannung zu kommen.Die Wurzeln des YogaDie theoretischen und philosophischen Grundlagen des Yoga gehen auf die Veden zurück, die ältesten indischen heiligen Schriften aus der Zeit um 3500 v. Chr. Die Lehren Hatha Yoga, des Yoga der Körperstellungen, sind in der Hatha Yoga Pradipika zusammengefasst. Die Raja Yoga Sutras von Patanjali beschreiben unter anderem Techniken für Konzentration, Meditation, positives Denken, Entwicklung erwünschter Eigenschaften und Selbstdisziplin.

Praktische Methoden des Yoga

Eine klassische Yogastunde dauert eineinhalb Stunden und beginnt mit einer kurzen Anfangsentspannung, um zuerst einmal Abstand vom Alltag zu gewinnen. Dann folgen Atemübungen (Pranayama), um die Energien zu aktivieren, zu erhöhen und zu harmonisieren, das Lungenvolumen zu trainieren und den Körper mit mehr frischem Sauerstoff zu versorgen. Die anschließenden Körperübungen werden Asanas genannt. Man kommt langsam und bewusst, mit tiefer, gleichmäßiger Atmung in die Stellung, hält sie ganz konzentriert und löst sie dann in ruhigen Bewegungen wieder auf. Die Übungen folgen einem bestimmten System und wirken jeweils auf körperlicher, energetischer und geistig-seelischer Ebene. Den Abschluss bildet eine ausführliche Tiefenentspannung von 15-20 Minuten zur tief greifenden Regeneration von Körper und Geist und zur Aktivierung des Immunsystems. Regelmäßige Meditation, vegetarische vollwertige ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten und Milchprodukten sowie die Kultivierung einer ausgeglichenen Lebensweise und Entwicklung positiver Denk- und Verhaltensmuster sind integrale Bestandteile des Yoga.

Wirkungen des Yoga

Yoga ist ein sehr wirkungsvolles System, um alle Muskeln, Sehnen und Bänder gleichmäßig und sanft zu trainieren, den Kreislauf zu stärken und zu harmonisieren, die Körperenergien zu erhöhen, Blockaden und Spannungen aufzulösen. Die Umkehrstellungen (Kopfstand, Schulterstand) entlasten das Herz, wirken gegen Krampfadern, durchbluten Gehirn und Kopfhaut verstärkt und fördern so die muskuläre Koordination, Konzentration, Gedächtniskraft, Selbstvertrauen und Mut. Sie gelten daher auch als “Verjünger”. Die rückwärtsbeugenden Übungen (Kobra, Heuschrecke, Bogen) stärken die Rücken- und Brustmuskulatur und sind ideal, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Durch den gleichzeitigen Druck auf die Bauchorgane wird die Verdauung angeregt. Die Vorwärtsbeugen stimulieren die inneren Organe wie Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse sowie die Abwehrkräfte sehr stark. In der Tiefenentspannung kommt der Kreislauf zur Ruhe, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Verdauungskrankheiten sowie allen stressbedingten Krankheiten wird vorgebeugt. Das Immun- und Selbstheilungssystem wird angeregt, Erkältungskrankheiten und Stoffwechselstörungen werden spürbar geringer. Ähnliche Wirkungen hat auch die Meditation, die bei regelmäßiger Praxis zur Entfaltung aller in uns angelegten Fähigkeiten führt, Kreativität und Intuition fördert und hilft, mit den Herausforderungen des Alltags besser, effektiver und stressfreier zurechtzukommen.

Wie übt man Yoga am wirkungsvollsten?

Yoga ist keine Therapie, die von außen verordnet wird, sondern ein praktischer Übungsweg. Es ist empfehlenswert, zunächst die Atem- und Körperübungen unter Anleitung eines erfahrenen Yogalehrers/einer Yogalehrerin systematisch zu erlernen. Auch schon mit nur einer Yogastunde pro Woche kann man positive Wirkungen spüren. Dauerhafte, anhaltende Fortschritte erzielen Sie durch regelmäßige Übung.

Wenn Sie wenig Zeit haben, genügen schon täglich zehn bis fünfzehn Minuten. Ideal ist es, täglich je eine halbe Stunde für die Atemübungen, für die Körperstellungen und für die Meditation einzuplanen. Dann wird man sehr schnell große Fortschritte auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene spüren und die tägliche Praxis bald nicht mehr missen wollen!

Übersäuerung des Körpers und Krankheiten – wie hängt das zusammen?

22. März 2007

Ist der Körper übersäuert, können sich Krankheiten leichter entwickeln.

Nicht nur der Regen und mit ihm der Waldboden wird sauer – im Waldboden können trotz Kalkung kaum noch Regenwürmer und andere Bodenlebewesen existieren -, sondern auch der pH-Wert des menschlichen Organismus verschiebt sich in den sauren Bereich. Azidose oder Übersäuerung ist zu einer Volkskrankheit geworden. Kaum jemand ist im Säure-Basen-Gleichgewicht. “Säurekrankheiten” wie Diabetes, Gicht, Gastritis und Rheuma greifen um sich. Der Mensch reagiert nicht nur körperlich, sondern bei einem bestimmten Säurewert auch psychisch sauer: Er ist leicht gereizt, ungeduldig, aggressiv und unfreundlich.

Ernährungswissenschaftler wie Dr. Paul Bragg oder Dr. Paavo Airola bezeichnen die Azidose als Hauptursache für Krankheiten jeder Art. Ein geregelter Stoffwechsel ist von einem Säure-Basen-Gleichgewicht abhängig. Therapien stoßen an ihre Grenzen, wenn nicht gleichzeitig für Harmonie im Säure-Basen-Haushalt gesorgt wird.

Was sind die Ursachen dieser Entwicklung, der Naturheilpraktiker und Ärzte Einhalt zu gebieten versuchen? Die Hauptursache liegt in unserer säurebetonten Ernährung. Ragnar Berg, ein norwegischer Biochemiker, hatte bereits 1913 in einem Ernährungsbuch für Schwangere empfohlen, dass Gesunde viermal so viele basenbildende wie säurebildende Nahrungsmittel essen sollten, Kranke sogar siebenmal so viel. Unsere moderne Zivilisationskost steht in einem umgekehrten Verhältnis: Der Hauptanteil unserer Ernährung besteht aus Säurebildern wie Fleisch, Fast Food, Weißmehl, pasteurisierten Säften, kohlensäurehaltigen Softdrinks, Zucker, Kaffee, Schwarztee, Brot und Alkohol, und nur etwa 20 Prozent, wenn überhaupt, aus Basenbildern wie Obst, Gemüse, Kräutern und stillem Mineralwasser. Professor Dr. David Schweitzer schätzt, dass etwa 90 Prozent der Bundesdeutschen übersäuert sind.

Außer der säureüberschüssigen Ernährung tragen auch Stress, wenig Schlaf, mangelnde Entspannungsmöglichkeiten und zu wenig Bewegung zur weit verbreiteten Azidose bei. Ein Säure-Basen-Gleichgewicht findet man heute fast nur noch bei gestillten Säuglingen – die Muttermilch ist basisch, pasteurisierte Kuhmilch säurebildend bei Rohköstlern und bei Naturvölkern.

Eine schleichende oder latente Azidose zeigt sich zum Beispiel in Form von Allergien, Mundgeruch, Schwindelgefühlen, belegter Zunge, Cellulitis, Hautproblemen wie Mitessern und Pickeln, Candida-Befall, Verstopfung oder Ringen unter den Augen und häufigem Gähnen. Durch Übersäuerung werden vermehrt freie Radikale gebildet, die Tätigkeit von Enzymen eingeschränkt, und die Vitalstoffe in der Nahrung werden nicht ausreichend verwertet. Die Neigung zu Infektionen steigt, da unser Immunsystem geschwächt ist, und wir neigen zu Kopfschmerzen und Migräneanfällen.

Wie kann man feststellen, ob man übersäuert ist? In jeder Apotheke gibt es preiswert Teststreifen zu kaufen, mit denen man den Säuregehalt seines Urins messen kann. Der optimale pH-Wert des Morgen-Urins liegt zwischen 6,2 und 6,5. Je niedriger der pH-Wert ist, desto saurer ist der Urin.

Wer übersäuert ist, sollte seine Ernährung umstellen und viel pflanzliche Frischkost wie Obst und Salate essen und Säurebildner wie Kaffee, Fisch und Fleisch meiden. Besonders basenreich sind Früchte wie Bananen, Aprikosen, süße Äpfel und Feigen, außerdem Oliven, Kartoffeln, Spinat, Lauch, Tofu sowie Sprossen und Keime. Saunagänge und sportliche Betätigungen sind nützlich, weil über den Schweiß und bei der Bewegung durch das intensive Ausatmen Säuren ausgeschieden werden.

Auch tiefgreifende Bindegewebsmassagen, Azidose-Behandlungen nach Dr. Collier, helfen Säuren abzubauen, weil der Körper überschüssige Säuren im Bindegewebe speichert. Entspannungsverfahren wie Energiearbeit, Meditation und Autogenes Training unterstützen den Entsäuerungsprozess ebenfalls. Der Erfolg einer solchen Azidose-Therapie: Schlafstörungen und Nervosität verschwinden, die Konzentration steigt, man ist seelisch ausgeglichener und optimistischer, außerdem kann sich die oft lang vermisste Lebensfreude wieder einstellen. Und: Wir entziehen vielen Krankheiten und Beschwerden den “sauren Boden”, auf dem sie gedeihen.

Hinweise auf negative Langzeitwirkung von Glutamat.

22. März 2007

Der Alzheimer Forscher Prof. Konrad Beyreuther vom Heidelberger Zentrum für Molekulare Biologie warnte, dass Glutamat Hirnzellen abtöten könne, in höherer Dosis wirke der weltweit wichtige Zusatz der Nahrungsindustrie möglicherweise als Nervenzellgift. Daher könne er Spätfolgen wie Alzheimer und Parkinson verursachen. Die Glutamat-Produktion habe sich seit den 70er Jahren auf weltweit 1,5 Millionen Tonnen verfünffacht. Ein Wert, ab dem Glutamat gefährlich sei, sei noch nicht erforscht, da Schäden für das Gehirn bei Lebensmittelzusätzen nicht untersucht würden, sagte Beyreuther. Bislang würden nur Krebsgefahr und Schäden am Erbgut untersucht. In den USA sei Glutamat als Zusatz für Babynahrung verboten. Der Geschmacksverstärker Glutamat ist in vielen Fertiggerichten, wie Tütensuppen, Eintöpfen, Würstchen und Knabberzeug.

Aber nicht nur in Fertiggerichten sondern auch in Restaurants wird Glutamat gern verwendet, besonders in der Asiatischen Küche. Bestellen Sie das Essen immer: Ohne Glutamat. Sie werden feststellen, dass die Speisen viel natürlicher schmecken und bekömmlicher sind. Ein Summen oder Kribbeln in den Armen und Beinen zeigt an, dass die Speisen mit Glutamat gewürzt wurden. Auch Kopfschmerzen nach einem Essen im China Restaurant sind ein Anzeichen für eine zu hohe Dosis von Glutamat.

Achten Sie beim Einkauf auf die Produktauszeichnung am Artikel, Glutamat muss als Inhaltsstoff aufgeführt sein.

Kopfschmerzen ohne Arzneimittel wieder los werden – geht das?

22. März 2007

Die meisten von uns haben dann und wann Kopfschmerzen. Das ist nicht weiter dramatisch, sofern sie nur sporadisch auftreten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Doch für viele gehören Kopfschmerzen zum Alltag. Nach Schätzungen leiden 15 Prozent der Deutschen regelmäßig unter starken Kopfschmerzen. Meist schlucken sie über Monate und Jahre hinweg starke Medikamente – mit entsprechenden Nebenwirkungen. Zum Glück gibt es auch gesunde Alternativen, von denen die meisten Ärzte ihren Patienten jedoch nichts erzählen. Zunächst aber sollten Sie von Ihrem Hausarzt abklären lassen, ob eine medizinische Ursache für Ihre Kopfschmerzen vorliegt. Atmen Sie tief und bewusst.

Die meisten Menschen atmen zu oberflächlich und pumpen dadurch nicht genügend Sauerstoff ihre Lungen. Folge: Aufgrund des geringen Sauerstoff-Levels im Blut erweitern sich die Blutgefäße im Körper, der Kopf bekommt jedoch noch weniger Sauerstoff. Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden und winkeln Sie Ihre Beine an. Vermeiden Sie dabei, ein Hohlkreuz zu machen. Atmen Sie nun tief ein, Ihre Bauchdecke sollte sich dabei anheben. Atmen Sie aus, lassen Sie alleLuft aus Ihren Lungen, die Bauchdecke sollte sich wieder absenken. Wiederholen Sie diese Übung 12-mal.

Trinken Sie ausreichend Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgt dafür, dass Ihre Därme gereinigt und Ihre Nieren durchspült werden, sodass Kopfschmerz verursachende Giftstoffe aus Ihrem Körper gespült werden können. Setzen Sie sich als Ziel, täglich 2 Liter Wasser zu trinken. Am besten gelingt das, wenn Sie sich morgens die entsprechende Menge in Flaschen auf den Tisch stellen bzw. mit zur Arbeit nehmen.

Vermeiden Sie Kopfschmerzen-Auslöser in Ihrer Nahrung.

Manche Lebensmittel enthalten Stoffe, die Kopfweh hervorrufen können. Essen Sie häufiger, dafür kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, somit vermeiden Sie große Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Machen Sie einen Bogen um Alkohol (speziell Rotwein), koffeinhaltige Getränke, Aufschnitt, Dauerwurst, getrocknete Früchte und tyraminhaltige Lebensmittel wie reifen Käse, in Essig Eingelegtes sowie um Glutamat,Schokolade und den Süßstoff Aspartam.
Schleusen Sie die Gifte aus Ihrem Körper.

Viele Gifte, die wir mit der Nahrung, aus der Luft oder mit Arzneimitteln zu uns nehmen, sammeln sich im Körper an und beeinträchtigen die Funktion wichtiger Stoffwechselorgane wie Leber, Niere, Darm und Lunge. Achten Sie auf eine regelmäßige Verdauung. Essen Sie ausreichend Vollkorn-
Produkte sowie Früchte und Gemüse. Wenn Ihr Arzt zustimmt: Machen Sie regelmäßig (3- bis 4-mal im Jahr) eine kurze Fastenkur (jeweils 1 bis 3 Tage). In dieser Zeit nehmen Sie nur Wasser und Obstsäfte zu sich.
Bekämpfen Sie Stress.

Stress ist eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen. Dazu gehört oft, Ihre Lebensweise umzustellen. Verzichten Sie auf Fast Food, Koffein und Schmerzmittel. Versuchen Sie es mit folgender Übung: Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, heben Sie Ihren Kopf an und schließen Sie die Augen. Machen Sie dann einen tiefen Atemzug durch Ihre Nase und konzentrieren Sie sich darauf, wie die Luft durch Ihre Nase ein- und wieder ausströmt. Wenn dabei Gedanken in Ihnen aufsteigen, beachten Sie diese nicht und konzentrieren sich ganz aufIhre Atmung. Machen Sie diese Übung täglich etwa 15 Minuten.
Bleiben Sie aktiv.

Bewegung reduziert den Stress und verbessert Ihre Durchblutung. Gehen Sie täglich etwa 30 Minuten mit forschem Schritt spazieren. Auch hierbei hängen Sie keinen Gedanken nach, sondern konzentrieren sich z.B. auf das Gefühl, wenn Ihr linker großer Zeh beim Gehen vom Boden abhebt und wieder aufsetzt. Ähnlich wirksam ist diese Qigong-Übung aus der traditionellen chinesischen Medizin. Stellen Sie sich hin, die Füße stehen dabei etwa schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Winkeln Sie beide Arme im 90-Grad-Winkel am Ellbogen an, die Handflächen zeigen zum Boden. Stellen Sie sich nun vor, dass Ihre Unterarme eine Wasseroberfläche berühren. Schalten Sie Ihre Gedanken ab und atmen Sie gleichmäßig. Beginnen Sie mit 5 Minuten, und steigern Sie auf bis zu 40 Minuten. Überanstrengen Sie sich nicht: Legen Sie nach Bedarf kurze Pausen ein.
Achten Sie auf tiefen, erholsamen Schlaf in ausreichender Länge.

Wenn Sie den vergangenen Tag vor dem Einschlafen nachplanen und den nächsten Tag schon vorplanen, wird es nichts mit Ihrer Nachtruhe. Wenn Ihnen zu viel durch den Kopf geht, schreiben Sie es vor dem Zubettgehen einfach auf, dann brauchen Sie auch keine Angst mehr zu haben, etwas zu vergessen. Probieren Sie folgende Übung kurz vor dem Einschlafen: Legen Sie sich rücklings ins Bett, die Arme liegen locker an der Seite. Atmen Sie 4 Sekunden ein und 8 Sekunden lang aus. Wiederholen Sie dies 10-mal, danach gehen Sie wieder zu Ihrer normalen Atmung über. Konzentrieren Sie sich während dieser Übung auf die Zehen Ihres linken Fußes. Entspannen Sie Ihre Zehen – Sie merken es z.B. daran, dass diese anfangen zu kribbeln oder sich taub anfühlen. Auf dieselbe Weise entspannen Sie Ihren Fuß, Ihr Fußgelenk, Ihre Wade und Ihren Oberschenkel. Üben Sie dasselbe mit dem rechten Bein, dannmit allen Körperteilen – falls Sie nicht schon längst eingeschlafen sind.

Krebsrisiko bei Übergewicht deutlich höher

21. März 2007

Stark übergewichtige Menschen haben ein deutlich höheres Risiko, an verschiedenen Krebsarten zu erkranken als normalgewichtige Personen. So lautet das Ergebnis einer amerikanischen Langzeitstudie, in der knapp 900.000 erwachsene Frauen und Männer regelmäßig untersucht und gewogen wurden. Während der Studiendauer von 16 Jahren starben insgesamt 57.145 Teilnehmer an Krebs. Nach Angaben der Forscher erkrankten übergewichtige Frauen zwei Mal häufiger an Gebärmutterkrebs als Frauen mit durchschnittlichem Gewicht. Das Risiko für Brustkrebs war bei Übergewichtigen um 63 Prozent erhöht, für Leber-, Magen- und Darmkrebs um etwa 30 Prozent. Auch bei Männern steigt die Krebsgefahr mit zunehmendem Gewicht. Das Risiko für eine Krebserkrankung der Leber, Niere, Gallenblase oder im Magen-Darm-Bereich lag bei übergewichtigen Männern um 20 bis 90 Prozent höher als bei Normalgewichtigen. Zur Vorbeugung von Übergewicht empfiehlt der aid infodienst viel Bewegung und eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse. Sie hilft auch gleichzeitig, das Krebsrisiko zu verringern.
Quelle: New England Journal of Medicine 348 (17), 1625-1638 (2003)

Auch Menschen die an Krebs erkrankt und übergewichtig sind können von einer Gewichtsabnahme deutlich profitieren. Neuere Untersuchungen haben gezeigt dass Übergewichtige (durch Fehlernährung und Mangel an Bewegung) ein signifikant erhöhtes Wiedererkrankungs bzw. Metastasierungsrisiko haben.

Selen beugt offenbar Prostatakrebs vor

21. März 2007

Männer mit niedrigen Serum-Selen-Werten haben ein deutlich erhöhtes Risiko, ein Prostata-Ca zu bekommen – NEU-ISENBURG (mut – Quelle Ärztezeitung http://www.aerztezeitung.de).

Je höher der Selen-Plasmaspiegel, desto geringer ist das Risiko, Prostata-Krebs zu bekommen – das legen Daten eine Auswertung von 35 Studien nahe.

Bisher gibt es Hinweise auf eine Schutzwirkung von Selen aus Fall-Kontroll-Studien oder kleineren Interventionsstudien. So erhielten in einer Untersuchung 1300 Patienten, die bereits einmal Hautkrebs hatten, täglich 200 µg Selen oder Placebo.

Nach 4,5 Jahren war zwar die Inzidenz von erneutem Hautkrebs in beiden Gruppen gleich hoch, jedoch war die Prostata-Krebsrate in der Selen-Gruppe um den Faktor zwei Drittel geringer, berichten US-Forscher (Journal of Urology 171, 2004, S50). Die Schutzwirkung war für die Männer am größten, die zu Beginn der Studie die niedrigsten Serum-Selen-Werte hatten.

Auch Daten aus Fall-Kontrollstudien sprechen für Selen: In der Health Professionals Studie, bei der über 47 000 US-Ärzte zwölf Jahre beobachtet wurden, war die Prostata-Ca-Rate bei Männern, die hohe Selen-Konzentrationen in ihren Zehnägeln hatten, um etwa 60 Prozent geringer als bei Männer mit niedriger Konzentration. Verglichen wurden dabei die Gruppe mit den höchsten und den niedrigsten Konzentrationen.

Und in einer Studie, in der knapp 10 000 aus Japan stammende US-Amerikaner über zwölf Jahre beobachtet wurden, war die Rate von Prostata-Karzinomen in der Gruppe mit den niedrigsten Serum-Selen-Werten doppelt so hoch wie in der Quartile mit den höchsten Werten.
Ein Team der Universität von North Carolina hat in einer Studie mit 940 Teilnehmern einen Zusammenhang zwischen dem Spurenelement Selen und Osteoarthritis feststellen können. Je niedriger die bei den Versuchspersonen gemessenen Selen-Spiegel ausfielen, desto ausgeprägter war deren Arthritis. “Unsere Ergebnisse legen nahe, dass wir Osteoarthritis der Knie und möglicherweise anderer Gelenke vorbeugen oder verzögern können bei Personen, die nicht genug Selen aufnehmen.”, sagte Studienleiterin Dr. Joanne Jordan.
Wussten Sie dass Paranüsse aus bestimmten Herkunftsgebieten Boliviens die mit Abstand ergiebigste natürliche Selenquelle sind? Paranüsse enthalten bis zu 2000 Mikrogramm/100gr natürlich eingebundenes und deshalb sehr gut bioverfügbares Selen (Analyse www.topfruits.de).
Jedoch haben nach unseren Analysen nicht alle Herkünfte einen hohen Selengehalt. Insbesondere die die Kerne aus einem bestimmten Gebiet im Urwald Boliviens zeichnen sich durch einen regelmässig hohen Selengehalt aus.

Gegenüber der Selenhefe hat die Paranuß den Vorteil, daß ihr Selen praktisch ausschließlich als Selenocystathionin vorliegt. Diese Aminosäure ist der direkte biologische Vorläufer des Selenocysteins, das die einzige Form des Selens ist, die der Körper benötigt und anwenden kann. Anders als das Selenomethion kann Selenocystathionin (wie oben erläutert) nicht in Proteine eingebaut werden, und trägt damit Bedenken Rechnung, die deutsche und europäische Autoritäten gegenüber der Verwendung selenomethioninhaltiger Nahrungsergänzungmittel vorgebracht haben. Der Körper kann nämlich aus dem Selenocystathionin so viel Selenocystein syntethisieren als er benötigt, eine ungeregelte Seleneinlagerung in Proteine findet nicht statt.

OEMEGA 3 Fettsäuren gut bei Allergien

21. März 2007

Wer gut mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren versorgt ist, leidet anscheinend seltener unter allergischem Schnupfen. Besonders die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) ist über verschiedene Mechanismen an Immunreaktionen beteiligt und beeinflusst somit auch Allergien.

Wie der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB), Gießen, mitteilt, stellten Wissenschaftler im Rahmen der Bayerischen Verzehrsstudie, in der von 2002 bis 2003 rund 1000 Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren zu Ernährung und Lebensstil befragt wurden, einen Zusammenhang zwischen der Versorgung mit EPA und der Neigung zu allergischem Schnupfen fest.

Bei 568 Teilnehmern entnahmen die Forscher außerdem Blutproben, in denen sie sowohl für Allergien typische Antikörper (IgE) als auch das Fettsäuremuster in der Zellmembran der roten Blutkörperchen bestimmten. Damit betrachteten die Wissenschaftler neben den verzehrten Fettsäuren auch den tatsächlich im Körper vorhandenen Fettsäurepool. Wer mehr EPA in den Zellmembranen aufwies, erkrankte seltener an allergischem Schupfen. Mit einem höheren EPA-Gehalt ging auch eine niedrige IgE-Konzentration im Blut einher, was auf eine geringere allergische Sensibilisierung deutet. Teilnehmer mit einem höheren Verzehr von Alpha-Linolensäure, einer EPA-Vorstufe, die in Lein-, Walnuss-, Raps- und Weizenkeimöl vorkommt, hatten geringere IgE-Konzentrationen und seltener allergischen Schnupfen. Ob sich der Fettsäurepool im Körper durch einen erhöhten Verzehr von Linolensäure steigern lässt, wurde nicht untersucht. Trotzdem gehen die Forscher davon aus, dass ein höherer Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung vor Allergien schützen kann.
Quelle: HOFF S et al. Allergic sensitisation and allergic rhinitis are associated with n-3 polyunsaturated fatty acids in the diet and in red blood cell membrans. Eur J Clin Nutr 59 (9), 1071-80, 2005

Zur Nahrungsergänzung von Omega3 Fettsäuren werden häufig Fischölkapseln angeboten und beworben. Diese werden von vielen Menschen nicht besonders gut vertragen, sie müssen “aufstossen”.  Viele Verbraucher wissen jedoch nicht dass es eine pflanzliche Alternative gibt, die viel besser ist und zudem vielseitig in der täglichen Ernährung verwendbar. Einen besonders hohen Gehalt an Omega3 Fettsäuren enthält kalt gepresstes Leinsamenöl (über 50%) wie es beispielsweise bei www.topfruits.de in unterschiedlichen Qualitäten angeboten wird. Leinsamenöl eignet sich ausschliesslich in für die kalte Küche, es darf keinesfalls erhitzt werden, weil sonst der überaus positive Effekt von Leinöl ins gegenteil umschlägt.

Bewegung hilft den Darmkrebs überleben

21. März 2007

Körperliche Aktivität verbessert die Überlebenschancen nach einer abgeschlossenen Darmkrebs-Therapie beträchtlich. Patienten die sich nach dem Ende der Behandlung regelmäßig bewegen, haben nach sechs bis zwölf Monaten eine um 50 Prozent höhere Überlebenschance als passive Patienten, wie zwei im “Journal of Clinical Oncology” veröffentlichte amerikanische Studien ergaben.

An der ersten Untersuchung nahmen 832 Menschen mit Darmkrebs im Stadium III teil, die sich einer Operation und anschließender Chemotherapie unterzogen hatten. Bei jenen Teilnehmern, die pro Woche mindestens sechs Stunden spazieren gingen, war ein halbes Jahr nach Ende der Behandlung die Wahrscheinlichkeit für ein Leben ohne Krankheitssymptome um 47 Prozent höher als bei den weniger aktiven Patienten. Ein fast identisches Ergebnis hatte eine zweite Studie an 573 Frauen, die an Darmkrebs der Stadien I bis III litten. Worauf der positive Effekt von Bewegung beruht, ist bisher nicht geklärt.

Es darf davon ausgegangen werden dass die günstige Wirkung von körperlicher Aktivität, möglichst noch ergänzt um eine vitalstoffreiche Ernährung, bei anderen Krebsarten den selben Effekt hat.

Johanniskraut gegen Angst und Depression?

16. März 2007

Johanniskraut ist das wichtigste pflanzliche Medikament gegen Angst und Depressionen. Die gute Nachricht: Johanniskraut hat
keine Nebenwirkungen (J. Affective Dis 2004, 82: 303–7). Die Autoren haben die Ergebnisse aus drei Studien mit 594 Patienten zusammengefasst, die unter milden Depressionen litten und Johanniskraut mindestens 6 Wochen lang eingenommen hatten.

Anschließend wurden die Daten mit Studienergebnissen klassischer Antidepressiva wie Mirtazapine und Amitriptyline verglichen. Typische Nebenwirkungen synthetischer Antidepressiva sind Müdigkeit, Magen-Darmbeschwerden und sexuelle Funktionsstörungen. Diese Nebenwirkungen kamen bei Patienten, die Johanniskraut eingenommen hatten, nicht vor.

Antioxidantien unterstützen Krebsbehandlungen

15. März 2007

Antioxidantien schützen vor oxidativen Prozessen im Körper, besonders vor einem Übermaß an sogenannten Freien Radikalen. Diese aggressiven chemischen Verbindungen werden sowohl aus der Umwelt (z.B. Rauch, Luft etc.) aufgenommen und entstehen auch im Lauf von Prozessen im Stoffwechsel. Nehmen Radikale im Körper überhand, werden viele Prozesse im Körper massiv gestört. Antioxidantien übernehmen im Körper daher eine sehr wichtige, schützende Funktion. Sie können ein Übermaß an Freien Radikalen in verträglichere Verbindungen umwandeln und abbauen. Ihre schützenden Funktionen können sie auch bei Krebserkrankungen entfalten, wie experimentelle und klinische Studien zeigen. Sie hemmen beispielsweise das Wachstum von Krebszellen, ohne dabei gesunde Zellen zu beeinträchtigen. Diese Ansicht war in letzter Zeit unter Medizinern durchaus umstritten.

In einer umfassenden Analyse aller wichtigen Studien zu dieser Frage kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Gabe von antioxidativen Nährstoffen sowohl zur Prävention als auch zur begleitenden Therapie bei Krebskrankheiten sinnvoll ist. Antioxidantien können einzeln und kombiniert die stark belastenden Krebstherapien (z.B. Chemo- und Radiotherapien, Hyperthermie etc.) verträglicher machen. Antioxidantien können gesunde Zellen vor giftigen Abfallstoffen, die bei diesen Therapien entstehen, schützen. Sie sollten auch nach einer abgeschlossenen Krebsbehandlung weiterhin eingenommen werden, um einen Langzeitschutz aufzubauen. So kann möglichen Rückfällen besser vorgebeugt werden.
Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die kombinierte Gabe der Vitamine A, C, E und Carotinoide die besten antioxidativen Wirkungen zeigt. Noch fehlt es an umfassenden Untersuchungen über multiple Vitamine bei Krebspatienten. Das betrifft beispielsweise sinnvolle Kombinationen und Dosierungen. Hier muss die Forschung in den nächsten Jahren einige Wissenslücken schließen. Schon heute ist sicher, dass die Ernährung mit den darin enthaltenen Nährstoffen sowohl bei der Entwicklung von Krebskrankheiten als auch bei der begleitenden Therapie und der Nachsorge eine wichtige Rolle spielt. Das betrifft neben den hier genannten Antioxidantien natürlich auch die ausreichende Versorgung mit anderen sekundären Pflanzenstoffe, wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemten.
(Quelle: K. N. Prasad et al., Multiple Antioxidant Vitamins as an Adjunct to Standard and Experimental Cancer Therapies. In: Z Onkol)

Dr. Uwe Wenzel
Flavonoide – Biologische Wirkungen einer Klasse von sekundären Pflanzenstoffen
Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Ernährungswissenschaften

Borissova P., Valechva S., Belcheva A.
Antiinflammatory effect of Flavonoids in the natural juice from Aronia melanocarpa, Rutin and Rutin-Magnesium Complex on an experimantal model of inflammation induced by Histamine and Serotonin
Abteilung für Pharmakologie an der medizinischen Universität Varna, Bulgarien

Atanaasova-Goranova V.-K., Dimova P.-I., Peviccharova
Effect of food products on endogenous generation of N-nitrosamines in rats.
Fachabteilung für Hygiene und ökologische Medizin am Institut für höhere Medizin, Plovdiv, Bulgarien

Mazza G., Miniati E.
III.A. Chokeberry
aus Anthocyanins in Fruits, Vegetables and Grains CRC Press, Boca Raton, 41-42

Rechkemmer G., Pool-Zobel, B.-L.
Estimation of the beneficial health effects of anthocyanins / anthocyanidins
Institut für Ernährungs-Physiologie, Karlsruhe

Pool-Zobel B.-L., Bub A., Schroder N., Rechkemmer G.
Anthocyanins are potent antioxidants in model systems but do not reduce endogenous oxidative DNA damage in human colon cells.
Fachabteilung für Ernährungstoxikologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jankowski A., Jankowska B., Niedworok J.
The influence of Aronia melanocarpa in experimental pancreatitis
Zakladu Organizacji Ochrony Zdrowia Wojsk WAM, Lodz, Polska

Kahkonen M.-P., Hopia A.-I., Heinonen M.
Berry phenolics and their antioxidant activity
Universität Helsinki, Finnland

Brandstetter, B.-M.
Die antioxidativen Vitamine-”Free Radical Diseases”
Ernährung/Nutrition 22(4), S. 159-160 1998

Pool-Zobel, B.-L.
Ernährung des Tumorpatienten. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebsentstehung?
Ernährungsumschau 44 (Sonderheft), S. 55-60, 1997

Espin J.-C., Soler-Rivas C., Wichers H.-J., Garcia-Viguera C.
Anthocyanin-based natural colorants: a new source of antiradical activity for foodstuff Landwirtschaftliches Forschungsinstitut, Wageningen, Niederlande

Gerhäuser C.
Flavonoide und andere pflanzliche Wirkstoffe
Deutsches Krebsforschungsinstitut Heidelberg

Schönberger G.-U.
Gesundheitliche Wirkungen von Anthocyanen
Veröffentlichung im Internet
Hertog M.-G.
Flavonols and flavanes in foods and their relation with cancer and coronary heart disease risk
Thesis, Wageningen

Watzl B., Leitzmann C.
Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln
Hippokrates, Stuttgart